Kommentar Ingrid Zeeb: Plötzlich ganz neue Optionen

Uhingen / INGRID ZEEB 13.02.2018
In Uhingen steht ein Vertreter der Textilindustrie vor dem Aus. Für die Stadt eröffnen sich unerwartete Optionen, findet Redakteurin Ingrid Zeeb im Kommentar.

Mit der SWU steht einer der letzten Vertreter der einstmals stolzen Textilindustrie im Filstal vor dem Aus. Hinter der Abkürzung verbirgt sich die ehemalige Spinnweberei Uhingen, gegründet 1894 und einstmals Arbeitgeber von über 300 Beschäftigten. Für die zuletzt gut 30 Mitarbeiter der SWU, die seit ihrer Insolvenz 2013 zum Karlsruher Unternehmen Ettlin gehört, ist es zweifellos bitter, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Für die Stadt Uhingen eröffnen sich durch die Entscheidung aus Karlsruhe jedoch plötzlich unerwartete Optionen. Das über 1,2 Hektar große Grundstück liegt sehr zentral und bietet viele Möglichkeiten zur Stadtentwicklung. Deshalb ist es richtig, dass die Stadt alle Hebel in Bewegung setzt, um in den Besitz dieses großen Filetstücks zu kommen. Gegebenenfalls wird sie Teile weiterverkaufen, wenn feststeht, was hier entstehen wird. Wohnungen, Handel, auch die notorisch knappen Parkplätze für Bahnpendler könnten an dieser Stelle aufgestockt werden. Die wichtigste Entscheidung jedoch ist, ob die geplante Sporthalle wie bisher vorgesehen auf dem Haldenberg oder auf dem frei werdenden Spinnweberei-Gelände gebaut wird. Beides hat seine Vor- und Nachteile. In der Stadtverwaltung und im Gemeinderat werden in den nächsten Monten die Köpfe rauchen.

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