Kommentar Dirk Hülser zur Diskussion um die Kreistagssitzung Kommentar: Eine Frage des Standorts

 
Noch immer gibt es Streit um den Ablauf der Kreistagssitzung auf Schloss Filseck am 12. Oktober.
Noch immer gibt es Streit um den Ablauf der Kreistagssitzung auf Schloss Filseck am 12. Oktober. © Foto: Giacinto Carlucci
Kreis Göppingen / Dirk Hülser 09.11.2018
Wer der denkwürdigen Kreistagssitzung auf Schloss Filseck am 12. Oktober beiwohnte, weiß: Die letzten Stunden waren teilweise chaotisch.

Wer der denkwürdigen Kreistagssitzung auf Schloss Filseck am 12. Oktober beiwohnte, weiß: Die letzten Stunden waren teilweise chaotisch. Mit einer Einschränkung: Womöglich war es vorne in dem langen, schlauchförmigen Saal, dort, wo Landrat und Fraktionsvorsitzende ihre Plätze hatten, anders.

Das würde zumindest erklären, wie Edgar Wolff darauf kommt, in seiner vom Regierungspräsidium angeforderten Stellungnahme „mit allem Nachdruck“ dem Eindruck entgegen zu treten, „die Sitzung sei ,chaotisch’ verlaufen“. Auch wenn 1500 Euro in die Tontechnik investiert wurden: Hinten im Saal saßen rund 100 Zuschauer, der Geräuschpegel war hoch, nur mit äußerster Mühe konnte der Debatte gefolgt werden. Und auf den von der letzten Sitzreihe der Kreisräte rund fünf Meter entfernten Monitoren war wenig bis gar nichts zu entziffern.

Aber wie gesagt, es ist eine Frage der Sichtweise und des Standorts. Nun hat Wolff seinen Standpunkt ausführlich dargelegt, auch seine Kritiker haben sich erneut zu Wort gemeldet. Der Ball liegt jetzt beim Regierungspräsidium, das dem Vorschlag des Kritikers André Bönsch folgen und möglichst viele Zeugen vernehmen sollte. Dann ergibt sich hoffentlich ein objektives Gesamtbild.

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