Kreis Göppingen KOMMENTAR zu Bürgerautos: Zur Nachahmung empfohlen

Kreis Göppingen / MICHAEL SCHORN 09.09.2016
Bürgerbusse, die für wenig Geld Menschen im Linienverkehr in den jeweiligen Kommunen zum gewünschten Ziel fahren, gibt es im Kreis Göppingen schon lange.

So fährt der  Sami zum Beispiel seit 13 Jahren durch Salach. Und auch in Ebersbach, Uhingen und Süßen verhelfen ehrenamtliche Fahrer ihren Mitbürgern zu mehr Mobilität.

Doch in vielen kleineren Kommunen lohnt sich ein Bürgerbus im Linienverkehr meist nicht, ist zu teuer und der Betrieb zu aufwendig. Doch da sind die sogenannten Bürgerautos, deren meist ehrenamtliche Fahrer vornehmlich ältere Fahrgäste auf Anruf hin für einen kleinen Betrag oder gar nur eine Spende zuhause abholen und beispielsweise zum Arzt, zum Kaffeekränzchen oder zum Einkaufen bringen, eine echte Alternative. So bleiben Senioren mobil, können weiter aktiv am Gemeindeleben teilnehmen und erhalten so auch mehr Lebensqualität.

Das erste Bürgerauto im Kreis Göppingen, ein Elektrofahrzeug, schaffte die Gemeinde Rechberghausen vor zwei Jahren an. Wenig später folgte der Huno in Heiningen und jetzt kommt  ein Elektro-Bürgerauto des Gemeindeverwaltungsverbands Raum Bad Boll hinzu. Zudem plant auch Böhmenkirch die Anschaffung eines Bürgerautos und in Eschenbach hofft man auf hohe Zuschüsse für ein Elektro-Dorfmobil.

Wünschenswert ist, dass Bürgerauto-Projekte auch noch in vielen anderen Kommunen realisiert werden. Denn für Senioren sind sie eine gute Sache.