Nahverkehr Buslinien: Knotenpunkt noch nicht präpariert

Wird nächstes Jahr umgebaut: Bushaltestelle in Zell.
Wird nächstes Jahr umgebaut: Bushaltestelle in Zell. © Foto: Jürgen Schäfer
Zell u. A / Jürgen Schäfer 01.08.2018
Zell bekommt eine zentrale Haltestelle für Buslinien. Mit dem Umbau dauert es aber noch.

Es ist schon eine Weile bekannt: In Zell werden sich künftig Buslinien kreuzen. Der Nahverkehrsplan bringt eine neue Zeit fürs Umsteigen auf den Bus. Es sind dann mehr Busse unterwegs, sie fahren im Takt, und das Netz wird ausgebaut. So sollen Busse in Zell ab nächstem Jahr von 6 bis 24 Uhr im Stundentakt fahren – nach Weilheim, nach Göppingen, nach Schlierbach.

Dass da was auf die Gemeinde zukommt, lag auch schon in der Luft. Der Gemeinderat hat bei den Haushaltberatungen für 2018 einen Posten von 5000 Euro für die Bushaltestelle Schillerstraße veranschlagt. Allerdings nur für Planung. Und dabei dachte man eigentlich nur an das Buswartehäuschen. Das soll ein durchsichtiges werden.  Bisher ist es eine robuste Betonwand im Holzbretter-Design, die offenbar dazu reizt, sich mit Farbstiften darauf auszutoben.

Jetzt hat Zell die Kunde ereilt, dass nichts mehr so bleiben kann, wie es ist an dieser Bushaltestelle, die immer schon für Größeres geschaffen schien, weil sie so raumgreifend neben der Durchgangsstraße liegt. Mit ihrer Busfahrsteig-Insel in der Mitte wirkt sie städtisch. Und jetzt muss sie auf Durchsatz getrimmt werden. 125 Busse pro Tag sollen dort durchkommen, berichtete Bauamtsleiter Jürgen Gassenmayer im Gemeinderat. Eine enorme Zahl. Allerdings: „Bisher sind es auch schon 110“, sagt Gassenmayer.

Was gefordert wird: das durchsichtige Buswartehäuschen, beidseitige Einstiege mit behindertengerechten Höhen, ein Einfahrtsbereich von Westen, eine Aufstellfläche für wartende Busse, Leerrohre für eine spätere Digitalisierung für elektronische Anzeigen über die Fahrten. Kurz: „Die Haltestelle soll komplett umgebaut werden“, eröffnete Gassenmayer den Räten.

Die nahmen das hin. Es gab keine Fragen, keine Diskussion. Was auf die Gemeinde finanziell zukommt, ist noch nicht heraus. „Das wissen wir erst in der Planung“, sagt der Amtsleiter. Er hofft auf Zuschüsse.

So schnell geht der Umbau nicht. Bis zur Einführung des Nahverkehrsplans wird’s nicht reichen, winkt Gassenmayer ab. Und während der Schulzeiten bauen sei nichts. Man brauche schon Ferien für so eine Baustelle. Ergo: Die nächsten Osterferien sind der heiße Kandidat.

Herausgestellt habe sich das alles, als das hiesige Busunternehmen, der Konzessionär der Strecke, auf die Gemeinde zugekommen sei. Gassenmayer. „Den umfassenden Umbau hatten wir nicht auf dem Schirm.“

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