Varianten Kleines Becken fürs Baugebiet

Schlat / Angela Sakschewski 18.05.2018

Es bleibt bei der „kleinen Lösung“ – der Gemeinderat Schlat beschloss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, die Entwässerungsplanung für das Baugebiet „Süßener Wiesen“ so zu gestalten, wie ursprünglich vorgesehen. Geplant wird nur für den ersten Bauabschnitt, ein kleines Rückhaltebecken mit 90 Kubikmetern. Die große Variante, eine Lösung, die auch die kommenden Bauabschnitte abgedeckt hätte, ist gar nicht möglich, weil der Eigentümer des betroffenen Grundstücks nicht verkauft.

So gesehen wurde die Entscheidung den Räten quasi abgenommen, aber die Finanzierung der großen Lösung wäre für den Finanzhaushalt der Gemeinde auch schwierig geworden, weil der Bau nicht über höhere Wassergebühren hätte gestemmt werden dürfen.

Die vom Gremium geforderte Prüfung beider Varianten hat allerdings Zeit gekostet, da die Ratsmitglieder in der jüngsten Sitzung genau den Beschluss fasste, den Verwaltung und Bürgermeisterin Gudrun Flogaus schon im Februar zur Debatte gestellt hatten. „Jetzt liegen wir mit der Zeitplanung für das neue Baugebiet mehrere Monate hinten“, sagte die Rathauschefin. Allerdings machte sie deutlich, dass Planungen immer auch gewisse „Unwägbarkeiten“ mit sich bringen, die dann solche Verzögerungen verursachen würden.

Ratsmitglied Markus Großmann regte an, bei kommenden Planungen größerer Baugebiete schon beim Grunderwerb darauf zu achten, dass auch genügend Bauland für eine adäquate Abwasserversorgung mit einberechnet werde. Joachim Fritz, dem eine größere Variante auch lieber gewesen wäre, verteidigte die geforderte Variantenprüfung: „Der fehlende Grunderwerb ist für mich das schlagende Argument, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass die größere Variante sinnvoller gewesen wäre.“

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