Rechberghausen Klagen über Schleichverkehr wegen Baustelle in Rechberghausen

Stau in Rechberghausen: Dieses Bild wird es an der Lorcher Straße noch bis Ende Oktober geben. Auch die Wasserleitung wird ausgetauscht.
Stau in Rechberghausen: Dieses Bild wird es an der Lorcher Straße noch bis Ende Oktober geben. Auch die Wasserleitung wird ausgetauscht. © Foto: Staufenpress
JÜRGEN SCHÄFER 15.07.2015
Die Baustelle in der Ortsdurchfahrt Rechberghausen kommt gut voran. Trotzdem wird sich die Bauzeit verlängern. Den Gemeinderat beschäftigen derweil Schleichverkehr und kommende Umleitungen.

An der Baustelle auf der Lorcher Straße ist jetzt der zweite Teilabschnitt in Angriff genommen worden. Er reicht bis zum Schlossmarkt. Von einem guten Bauablauf unterrichtete Friedericke Mainx den Gemeinderat. Bis Ende des Monats soll die Straße aus Richtung Birenbach bis zum Schlossmarkt bereits wieder befahrbar sein. Aber die Baustelle, die in weiteren Etappen bis nahe des Kreisels wandern wird, wird sich um zwei Monate verlängern. Statt Ende August ist jetzt Ende Oktober Fertigstellungstermin. Grund: Die Wasserleitung soll auch ausgewechselt werden. Zunächst war nur die Straßensanierung mit Anlage von sieben Parkbuchten und Gehwegpflasterung geplant.

Morgens Stau, abends Stau - und die Autofahrer suchen sich eigene Wege. Von Ausweichverkehr über das Sträßchen am Sandbuckel berichtete Martin Kriegisch. Dort rollten Laster in den Ort, nicht nur 7,5-Tonner, sondern Zwölftonner. "Das geht gar nicht", kommentierte Martina Zeller-Mühleis, die selbst "Haarsträubendes" beobachtet hat. Die Amtsgasse, die am Rathaus vorbeiführt und nur für Anlieger frei ist, werde als Abkürzung benutzt - "egal in welche Richtung. Das ist für Fußgänger lebensgefährlich".

Franz Steeb stellte die Pläne in Frage, die Amtsgasse in einer späteren Bauphase für den Verkehr aus Richtung Faurndau freizugeben, um so eine Entlastung für den Kreisel zu schaffen. Solle man sie nicht besser in Gegenrichtung aufmachen? Bürgermeisterin Claudia Dörner will die Frage an den Verkehrsplaner weitergeben, den die Gemeinde eingeschaltet hat. "Wir haben uns lange überlegt, ob wir die Amtsgasse überhaupt aufmachen sollen", merkte sie an. Der Verkehrsplaner rate dazu, weil nur so der Kreisel noch funktionsfähig sei, wenn die Baustelle mit halbseitiger Sperrung und Ampel heranrücke, erläuterte Hauptamtsleiter Matthias Dichtl. "Das ist der Schlüsselpunkt."

Zuvor steht anderes an. Die Einmündung Schlossmarkt wird ab Mitte August zur Baustelle und für eine gewisse Zeit nicht passierbar.