Auendorf Kirche für ungewisse Zeit zu

Pfarrer Wolfgang Krimmer bei der Taufe von Levin Tom in in der Stephanuskirche.
Pfarrer Wolfgang Krimmer bei der Taufe von Levin Tom in in der Stephanuskirche. © Foto: PATRICIA JEANETTE MOSER
Auendorf / PATRICIA JEANETTE-MOSER 04.04.2018

Die evangelische Stephanus-Kirchengemeinde in Auendorf blickt einer Sanierungszeit entgegen. So hieß es am Ostersonntag Abschied nehmen vom gewohnten und lieb gewordenen Kirchenraum der Stephanuskirche. Zeugen hiervon waren die Kirchenmitglieder und Pfarrer Wolfgang Krimmer, aber auch die alte Orgel aus dem Jahr 1752, die historischen Fresken und ein Bild des Kirchenraumes, das sich verändern wird.

Der zeitlich begrenzte Abschied vom Gotteshaus barg mit der Taufe des vier Monate alten Levin Tom aus Auendorf auch einen Anfang in sich. Behütet im Kreis seiner Großfamilie, mit drei Generationen, empfing er das erste heilige Sakrament im Kreis der Kirchengemeinde. Aus dem Taufbecken wurde das Wasser geschöpft, das die Großfamilie aus den unterschiedlichsten Quellen geschöpft und mitgebracht hatte. „Mit allen Wassern getauft“, wurde der kleine Levin Tom im wahrsten Sinne des Wortes. Levin Tom bekräftigte seine Anwesenheit zu Anfang laut und verfolgte das Geschehen dann weiterhin gelassen auf dem Arm der Eltern.  Der Ostergedanke wurde von Pfarrer Wolfgang Krimmer thematisiert, indem er den positiven Blick zur nächsten Umgebung empfahl. Die Dankbarkeit stellte er dabei als hilfreich dar. Umrahmt wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor Auendorf.

Ein „Fahrrad-Gottesdienst“ führt die Gläubigen am nächsten Sonntag auf dem Fahrrad von Bad Überkingen nach Hausen und von Auendorf nach Bad Ditzenbach/Deggingen ins Christus-Gemeindezentrum. Dieser Weg verspricht mehrere Impulse an den angefahrenen Stationen.

Am 15. April trifft sich die Kirchengemeinde erstmals im evangelischen Gemeindezentrum in Auendorf, dem Ort, an dem während der Sanierungszeit künftig der gemeinsame Gottesdienst gefeiert wird. „Wir sehen uns hier in der Stephanuskirche wieder im Frühjahr – eine Jahreszahl will ich nicht nennen“, so verabschiedete sich Pfarrer Wolfgang Krimmer. Positiv blickt er der Sanierungszeit entgegen und bleibt realistisch, weil er weiß, dass auch eine Kirchensanierung ihre Zeit braucht.