Aufführung Kindermusical begeistert das Publikum

Mehr als 50 Akteure führten in der vollbesetzten Stadthalle in Donzdorf das Musical „Ausgetickt? – Die Stunde der Uhren“ auf. Die Zeit verging wie im Flug, die Zuschauer waren begeistert.
Mehr als 50 Akteure führten in der vollbesetzten Stadthalle in Donzdorf das Musical „Ausgetickt? – Die Stunde der Uhren“ auf. Die Zeit verging wie im Flug, die Zuschauer waren begeistert. © Foto: Staufenpress
Donzdorf / SWP 03.07.2018

Mehr als 50 Akteure tummelten sich am Sonntag auf der Bühne in der vollbesetzten Stadthalle in Donzdorf. Der Kinder- und Jugendchor vom Liederkranz 1836 Donzdorf unter der Leitung von Conni Schultes und Vroni Schmid ließen in einer wundervollen Aufführung vom Musical „Ausgetickt? – Die Stunde der Uhren“ die Zeit wie im Nu verfliegen.

Neben der Hauptbühne war eine weitere Bühne mit dem Panorama des Donzdorfer Schlosses als Hintergrund aufgebaut, hier spielten die Sonnen-, Sand-, Taucher- und Spieluhr und auch das Begleittrio mit Eddy Köller am Klavier, Lukas Köller am Schlagzeug und Andi Funk an der Gitarre und am E-Bass. Auf der Hauptbühne war das Büro der Superuhr nachgebaut, mit einem Gefängnis für die Abtrünnigen und einer Art Hörsaal für die Gehilfen.

Die Darsteller gingen durch das Publikum auf die Bühne und sangen gemeinsam das Intro „Ticken und tacken“. Der Vorhang öffnete sich, und Bobby der Wecker hatte keine Lust mehr zu klingeln. Radiowecker Elvis sprang ihm bei und half zu wecken. Hier schon zeigten sich erste Tendenzen zu einem Eigenleben. Danach stellte die Superuhr eine neue Sekretärin, Rita Rolex, ein, die ihm versprach, ihn bestens zu unterstützen. Die Superuhr bläute ihren Gehilfen den Spruch „Uhren müssen spuren!“ ein und ließ sie auf Kommando strammstehen. Der Superuhr war es wichtig, dass alles genauestens funktioniert, keiner aus der Reihe tanzt und kein Eigenleben führt. Dazu hatte sie zwei Gehilfen, Öli und Schrauber, die sich um alle Uhren kümmern und wieder flottbekommen. Das sollten natürlich auch die aus der Reihe tanzenden Uhren zu spüren bekommen, die sich zu verstecken versuchten. Doch die Superuhr ließ alle Gehilfen ausschwärmen, um nach ihnen zu suchen.

Die abtrünnigen Uhren versteckten sich bei der alten Sonnenuhr, gemeinsam versuchten sie, der Superuhr zu entkommen und erkannten, dass es im Leben wichtigeres gibt, als nur dem Takt und der Hetze der Zeit zu folgen. Schon bald wendete sich das Blatt, die Superuhr kam aus dem Tritt, die Gehilfen begannen, den Gehorsam zu verweigern, nach und nach zerfiel die getaktete Mannschaft und feierte die eigene Freiheit zu bestimmen, welchen Rhythmus die eigene Zeit hat, mit dem Song „Hurra, es ist so weit, wir haben keine Zeit!“.

So bunt wie die Handlung war die Musik: Rock, Funk, Polka, Ballade, Swing, Hip-Hop-Rap, Walzer und Marsch-Parodie. Nach einem Riesenapplaus bedankte sich Gabi Grupp bei allen Akteuren, der Band und Helfern vor und hinter der Bühne sowie den beiden Chorleitern Vroni Schmid und Conni Schultes. Erst nach einer Zugabe durften sich die Darsteller verabschieden, und so mancher ging mit einem Lächeln und einer Melodie auf den Lippen nach Hause.

In einer Mitteilung heißt es, ein ganz besonderer Dank gehe an das ganze Team vom AK Jugend, der das Musical auf die Beine gestellt hat, an die Näherinnen für die in vielen Stunden liebevoll gestalteten Kostüme, den Bühnenhelfern für ihren engagierten Einsatz bei Proben und Aufführung, sowie den Auf- und Abbauhelfern für ihre schweißtreibende Arbeit. „Des Weiteren an den Kulturring für die wunderschöne Schlosskulisse, der Gärtnerei Heilig aus Deggingen für die kostenlose Bereitstellung der Blumen und Pflanzen, und der Technik, die bei diesem Stück im Dauereinsatz war.“

Besonders erwähnt wird in der Pressemitteilung Ottmar Schmid, der nicht nur den Auf- und Abbau leitete und sich um den Transport aller Kulissen und Requisiten kümmerte, sondern auch alle Uhren-Rohlinge und zahlreiche Requisiten selber baute.

Die Zuschauer seien begeistert gewesen von den Kindern und Jugendlichen: „Ein ganz dickes Lob für die supertolle Leistung, Ihr habt uns Zuhörer in euren Bann gezogen, habt mit viel Spaß und Leidenschaft gespielt und wunderbar gesungen. Wir freuen uns, dass wir euch bei uns im Liederkranz haben“, heißt es abschließend.

Viele engagierte Mitwirkende

Hauptdarsteller Bobby – Anne Binder; Elvis – Marisa Holewa; Öli – Theresa Funk; Schrauber – Lisa Binder; Rita Rolex – Emilia Geiger; Superuhr – Marvin Gölz; Band – Eddy Köller, Piano; Lukas Köller, Schlagzeug; Andi Funk, Gitarre, E-Bass; Leitung – Conni Schultes, Vroni Schmid

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