Mediennutzung Kinder leiden unter Handynutzung der Eltern

Ebersbach / TOBIAS FLEGEL 12.10.2017

Die ausgiebige Handynutzung ihrer Eltern wirkt sich negativ auf manche Kinder aus. Diese Entwicklung beobachtet Ulrike Clemens aus dem Kinderhaus Schatzkiste in Ebersbach, wie sie am Dienstagabend in der Raichberg-Realschule dem Gemeinderat berichtete. Die Erzieherin sprach von einer „drohenden digitalen Behinderung“, die möglicherweise durch die Geräte drohe. Durch deren intensive Nutzung seien manche Väter und Mütter derart abgelenkt, dass sie ihre Kinder vernachlässigten.

Eine andere Folge der Digitalisierung im Alltag sei, dass Kinder zwar schon früh mit Handys und Tablets umgehen könnten, dafür aber bei der Entwicklung anderer Fähigkeiten stecken blieben. „Wir haben zunehmend Kinder, die nicht nur sprachlich hinten dran sind, sondern auch emotional und sozial“, sagte Clemens. Sie und ihre Kolleginnen versuchen solchen Kindern und ihren Eltern mit Instrumenten wie „Marte Meo“ zu helfen: Eine detaillierte Videoanalyse stehe im Mittelpunkt dieser Methode, aber die Zeit vor dem Bildschirm sei in diesem Fall eine sinnvoll genutzten Zeit.