Kreis Göppingen Kein Königsweg aus der Misere

Kreis Göppingen / PM 03.12.2014
Die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung leidet an der Kürzung von Bundesmitteln. Die prekäre Lage war Thema einer Gesprächsrunde.

Das Umsteuern in der Arbeitsmarktpolitik in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass vonseiten des Bundes zur Eingliederung von Langzeitarbeitslosen immer weniger Geld zur Verfügung gestellt wurde. Durch diese so genannte Instrumentenreform geraten auch gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaften wie im Landkreis Göppingen die Staufen Arbeits- und Beschäftigungsförderung gGmbH (SAB) mit dem Waldeckhof immer mehr in ein strukturelles Finanzierungsdefizit.

Aufgerüttelt durch einen Hilferuf von Karin Woyta, Geschäftsführerin der SAB, hat sich nun auf Einladung von Landrat Edgar Wolff im Landratsamt eine Gesprächsrunde getroffen, um Lösungsmöglichkeiten zur Verbesserung der finanziellen Lage der SAB zu finden.

Mit am Tisch saßen die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens (SPD), Bettina Münz von der Agentur für Arbeit sowie Reinhard Matschi vom Jobcenter. Einig war sich die Runde nach Auskunft des Landratsamts darin, dass es weder Patentrezept noch schnelle Lösungen gebe, um die andauernde prekäre Schieflage der SAB nachhaltig zu verbessern. Dabei seien sich alle Beteiligten darüber im Klaren, dass die SAB einen unverzichtbaren Beitrag leiste, um den oft seit Jahren arbeitslosen Menschen einen Wiedereinstieg ins Berufsleben zu ermöglichen.

Nach Plänen des Bundesarbeitsministeriums sollen ab dem kommenden Jahr über die Jobcenter wieder höhere Zuschüsse in öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse investiert werden. Zu einer nachhaltigen Strukturverbesserung bedarf es laut Kreisverwaltung allerdings weiterer Kraftanstrengungen. Der Kreis seinerseits fördere die SAB bereits im Rahmen seiner Möglichkeiten, werde aber für in der Vergangenheit erfolgte Mittelkürzungen seitens des Bundes nicht in die Bresche springen können.

Ein Hoffnungsschimmer könnte der Besuch der parlamentarischen Staatssekretärin Annette Kramme aus dem Bundesarbeitsministerium Mitte Februar bei der SAB und dem Göppinger Jobcenter sein. Initiiert hat ihn Baehrens.

Alle Beteiligten sehen nach eigenem Bekunden in einem möglichen Aktionsbündnis zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit auf Kreisebene einen weiteren Ansatz zur Verbesserung der Situation von Langzeitarbeitslosen.

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