Kommentar Karin Tutas zur Hausarztversorgung in Eislingen Karin Tutas: Am Ball bleiben

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Gute Taten Karin Tutas Redaktion Gute Taten Karin Tutas Redaktion © Foto: Calrucci
Karin Tutas 14.02.2019

Die Sorgen sind berechtigt. Nicht von ungefähr hat sich der Eislinger Gemeinderat des Themas der hausärztlichen Versorgung angenommen. Noch vor zehn Jahren gab es 15 Mediziner, die sich den Einwohnern der Stadt annahmen, heute sind es zehn Hausärzte, die dazu auch Menschen aus Ottenbach behandeln, wo es schon seit Jahren keine Arztpraxis mehr gibt.

Von einer Unterversorgung kann nach Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) keine Rede sein. Aus dem Blickwinkel der Ärztevertretung, die den gesamten Mittelbereich Göppingen mit 27 Kommunen im Blick hat, mag das stimmen. Aber wer in Ottenbach oder Lauterstein wohnt, wo es keinen Arzt gibt, wird das anders empfinden. Auch in Eislingen müssen Patienten unter Umständen einen langem Atem haben, bis sie einen Hausarzt finden. Die Ärzte sind mit ihren Kapazitäten am Limit.

Für eine Stadt mit 20 000 Einwohnern, die weiter wächst, ist eine gute ärztliche Versorgung ein wichtiger Standortfaktor. Deshalb wird es wohl zunehmend mit eine Aufgabe der Kommunen, dafür zu sorgen, dass sich Ärzte niederlassen, und dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen. Eislingen ist in der glücklichen Lage, über eine gute Infrastruktur zu verfügen. Wenn die Stadt am Ball bleibt, sollte das Vorhaben gelingen.

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