Beratung Jugendtreff in Rechberghausen ist unbeliebt

Rechberghausen / krib 25.07.2018

Bereits im vergangenen Jahr fiel die Bilanz der Verantwortlichen bei den SOS Kinder- und Jugendhilfen Göppingen schlecht aus. Vor den Sommerferien waren einige Jugendliche regelmäßig in den von der Initiative betriebenen Treff gekommen. Nach den Sommerferien kamen allerdings nur noch zwei Jugendliche. Aktuell sieht es ähnlich aus, wie ein Bericht von Corinna Bitu und Monika Pandikow darlegten. Eine Gruppe, die regelmäßig gekommen war, hat sich verstritten und bleibt dem Treff seither fern.

„Wir haben die volle Bandbreite der Jugendarbeit hier ausgeschöpft, aber die Jugendlichen zeigen, dass sie was anderes wollen“, erklärt die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfen Monika Pandikow. Die Jugendlichen haben mehrfach bekundet, dass sie lieber einen eigenen Treff hätten, ohne Aufsicht. Außerdem sei ihnen eine zentrale Lage im Park am liebsten. „Alles was sie bei uns machen, fällt unter die Richtlinien des Jugendschutzgesetz“, erklärt außerdem Corinna Bitu. Viele der Jugendlichen wollen in ihrer Freizeit aber beispielsweise Ego-Shooter-Spiele auf der Playstation spielen, was rechtlich erst ab 18 Jahren erlaubt und somit im Jugendtreff untersagt ist.

Göppinger Treff beliebt

Dass der Jugendtreff so schlecht angenommen wird, liege sicher nicht an den Betreuerinnen, waren sich alle im Gemeinderat einig. Der Blick auf den Treff in Göppingen, der ebenfalls von den Kinder- und Jugendhilfen angeboten wird, zeigt, dass das Angebot dort viel besser angenommen wird. „Dort müssen wir die Leute fast schon rauswerfen und hier kommt keiner“, fasst es Pandikow zusammen. Mehr werden es wohl nicht mehr, vermutet die Leiterin. Allerdings nicht ohne darauf hinzuweisen, dass ein neuer Versuch mit fünft- sowie Siebtklässlern gestartet werden könnte. „Vielleicht ist da der Bedarf ja da?“.

Gemeinderat und Verwaltung einigten sich darauf, bis nach den Sommerferien abzuwarten, ob in den kühleren Wochen wieder mehr Jugendliche kommen und gleichzeitig darauf, sich´auch auf eine jüngere Zielgruppe zu konzentrieren. Sollte sich dann keine Änderung einstellen, wolle man neu entscheiden. „So weitermachen, macht keinen Sinn“, stellte Gemeinderätin Martina Zeller-Mühleis (Grüne) fest. Markus Staudenmaier (CDU) befürwortete einen neuen Versuch: „Die Räume sind ja eingerichtet.“ Franz Steeb (CDU) sprach sich für eine erneute Befristung des Angebots aus, sprach aber auch den Standort an: „Das Rathaus, die Feuerwehr, das Lions, dann haben wir den Ochsen gerichtet – irgendwann ist bei der Standortfrage eine Grenze erreicht.“

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