Rechberghausen Jugendfeuerwehren zeigen Können vor der Schurwaldschule

Wasser marsch! Die Jugendfeuerwehren aus Faurndau, Maitis, Rechberghausen und Kuchen üben an der Schurwaldschule den Ernstfall.
Wasser marsch! Die Jugendfeuerwehren aus Faurndau, Maitis, Rechberghausen und Kuchen üben an der Schurwaldschule den Ernstfall. © Foto: Cornelia Villani
Rechberghausen / CORNELIA VILLANI 15.06.2015
Bei einer gemeinsamen Übung haben die Jugendabteilungen der Feuerwehren aus Rechberghausen, Faurndau, Kuchen und Maitis den Ernstfall geprobt.

Die Mittagssonne lässt die Fenster der Schurwaldschule glänzen. Alles wirkt friedlich. Plötzlich ertönt eine Sirene. Eine durchdringende Stimme fordert alle auf, das Gebäude sofort zu verlassen. Wenige Minuten vergehen, die Sirene lärmt. Dann brausen zwei Löschfahrzeuge mit Martinshorn heran. Uniformierte Jungen und Mädchen springen heraus. Sie erhalten ihre Anweisungen, rennen zu einem Hydrantenschacht, öffnen ihn und schließen einen Verteiler an. Das andere Auto, ein Tanklöschfahrzeug, stoppt erst im Schulhof. Schnell rennen zwei Angrifftrupps ins Gebäude. Kurze Zeit später fahren zwei weitere Fahrzeuge an und unterstützen die Löscharbeiten. Ein Feuer gibt es nicht wirklich: Hier üben die vier Jugendabteilungen der Feuerwehren aus Rechberghausen, Faurndau, Kuchen und Maitis mit rund 30 Jungen und Mädchen den Ernstfall.

"Alles soll so realitätsnah wie möglich ablaufen", sagte Ralf Schrag, "dann entsteht die wichtige Routine und Sicherheit für richtige Einsätze". Der Kommandant der Rechberghäuser Wehr schaut sich das Treiben interessiert an. "Einige Männer und Frauen aus der aktiven Wehr sind auch dabei, vor allem um zu helfen.

Die Wehren speisen sich hauptsächlich aus der Jugendabteilung. Erwachsene Quereinsteiger sind selten. Umso dramatischer ist der Umstand, dass sich immer weniger Jugendliche den Floriansjüngern anschließen. Gerade mal fünf Jungen und drei Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren trainieren den Einsatz für Rechberghausen. Maitis und Faurndau geht es ähnlich, hier sind elf beziehungsweise zwölf Jugendliche im Team.

"Die Feuerwehr steht in Konkurrenz zu anderen Freizeitbeschäftigungen", weiß Ralf Schrag. Viele Vereine werben um neue Mitglieder. "Hinderlich ist vor allem, dass die Kinder erst mit elf Jahren bei uns mitmachen können." In dem Alter seien die meisten schon mit Hobbies versorgt.

Die potentiellen Nachfolger spritzen mittlerweile mit sechs Strahlrohren auf die Schurwaldschule. Nach einer knappen Stunde ist die Übung vorbei. "Tolle Action", findet Denis Grünenwald und grinst. Der 16-Jährige ist seit sechs Jahren Mitglied in Faurndau. "Mir gefällt an der Jugendfeuerwehr der starke Teamzusammenhalt." Ohne Frage werde er im nächsten Jahr zu den Aktiven wechseln. Diese Entscheidung steht auch für das einzige Mädchen im Faurndauer Team fest. Und das, obwohl Cornelia Fechter erst seit drei Monaten dabei ist. "Mit der Technik und den Jungs zusammen zu arbeiten macht mir riesig Spaß", sagt die 13-Jährige.