Jubiläum Jugendfeuerwehr erreicht reifes Alter

In Reih und Glied: Mitglieder der Jugendfeuerwehr Göppingen marschieren am vergangenen Freitagabend in die Turn- und Festhalle von Bartenbach. Dort feierten sie mit Kameraden und Gästen das 50-jährige Bestehen der Truppe.
In Reih und Glied: Mitglieder der Jugendfeuerwehr Göppingen marschieren am vergangenen Freitagabend in die Turn- und Festhalle von Bartenbach. Dort feierten sie mit Kameraden und Gästen das 50-jährige Bestehen der Truppe. © Foto: STAUFENPRESS
MICHAEL BAUER 07.05.2018

Eine Stadt kann ohne freiwillige Engagierte nicht existieren“, sagte Göppingens Oberbürgermeister Guido Till am Freitagabend in der Turn- und Festhalle Bartenbach und schaute die über 150 Gäste an. „Ich habe mich noch nie unsicher in unserer Stadt gefühlt – dafür möchte ich allen Freiwilligen danken.“ Die Zukunft der Feuerwehr bilde vor allem die Jugendfeuerwehr mit über 500 Mitgliedern im gesamten Kreis. Aus diesem Grund überreichte Till dieser ein Geldgeschenk.

„Unsere Göppinger Jugendfeuerwehr wurde 1968 gegründet und war damit die zweite im gesamten Landkreis“, meinte Stefanie Rösch. Sie ist Jugendfeuerwehrwartin und maßgeblich für die Ausbildung der Jugendlichen aus der Innenstadt und aus den Stadtbezirken Faurndau, Holzheim sowie Maitis zuständig. Der Zusammenschluss mit Faurndau und Maitis sei aber erst 1973 erfolgt: „Diese beiden Jugendfeuerwehren gründeten sich fünf Jahre nach Göppingen und sind heute noch im Verbund aktiv.“

Zum Jubiläum am Freitag in der Turn- und Festhalle Bartenbach waren mehr als 150 Gäste gekommen. Neben Oberbürgermeister Guido Till waren die Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens und Kommandant Josef Angelmayer aus der Partnerstadt Klosterneuburg da. Mit einem Shuttle wurden die Gäste und andere im Feuerwehrauto von der EWS-Arena zur Festhalle gebracht. Angekommen konnten alle Anwesenden den Einmarsch der Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter musikalischer Begleitung des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Göppingen erleben.

Mit auf dem Programm stand ebenso eine Zeitreise in die vergangenen 50 Jahre. So erzählten ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr und aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr einige Anekdoten aus den vergangenen 18 295 Tagen: Von verloren gegangenen und wiedergefundenen Kindern bei Ausflügen, über das erste Zeltlager, bis hin zu ersten größeren Übungen und Einsätzen, war alles dabei. Auftritte in passenden Kostümen, wie als Fußballer zum Andenken an damalige gewonnene Fußballturniere, sorgten für einige Lacher bei den Besuchern.

Als besonders lobenswert stellen die Mitglieder fest, dass von aktuell 270 aktiven Mitgliedern allein 130 vorher bei der Jugendfeuerwehr ihren Dienst leisteten. Unter dem Motto „KaReVeTo“ – Kameradschaft, Respekt, Verantwortung und Toleranz – steht die Jugendfeuerwehr. Besonders lobte Guido Till die Gegebenheiten innerhalb der Feuerwehr: „In besonderen Notlagen hält die Feuerwehr immer zusammen. Es herrschen dabei fast schon familiäre Strukturen und deshalb freue ich mich auf die nächsten 50 Jahre.“

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