Vortrag Jörg Löhr: Ohne Begeisterung geht nichts

Jörg Löhr machte deutlich, dass 85 Prozent des Erfolgs von der Persönlichkeit beeinflusst werden.
Jörg Löhr machte deutlich, dass 85 Prozent des Erfolgs von der Persönlichkeit beeinflusst werden. © Foto: Rolf Bayha
Göppingen / ANNEROSE FISCHER-BUCHER 14.02.2018
Jörg Löhr sprach bei den Göppinger Wissensimpulsen im Sparkassen-Forum zum Erfolgsfaktor Persönlichkeit. Der Experte verstand es, sein Publikum miteinzubeziehen.

Ein Futurologe habe gesagt, dass 70 bis 80 Prozent unserer Kinder einen Job haben würden, den es heute noch nicht gebe. Und zum Verständnis: ein Futurologe sei einer, der sich schon kratze, bevor es überhaupt jucke. – So begann Jörg Löhr den ersten Vortrag der Reihe Göppinger Wissensimpulse 2018 unter dem Thema „Erfolgsfaktor Persönlichkeit“ im gut gefüllten Göppinger Kreissparkassenforum.

Und er wies am Ende auf seinen Gratis-Kalender „Magische Momente“ hin, der auf jedem Stuhl lag und Tipps für jeden Tag zum erfolgreichen Handeln enthalte. Dazu ein beliebter Video-Clip mit zwei rückwärts fahrenden Lastwagen samt dazwischen hängendem Fahrer, der eine Unkonventionalität des Handelns dokumentieren sollte, sowie ein etwas nachdenkliches Abschlusszitat: „Es ist nicht wichtig, wie tief wir fallen, sondern wie hoch wir zurückfinden.“

 Löhr verstand es, sein Publikum mit Fragen zu beteiligen, Bonmots einzustreuen und durch viele Beispiele aus dem Sport – besonders aus Handball und Fußball – seine Appelle zu illustrieren. Welche Rolle spielt die Persönlichkeit beim Erfolg und wie wird man diese erfolgreiche Persönlichkeit, das stand zur Debatte. Erfolg sei zu 85 Prozent durch Persönlichkeit und nur zu 15 Prozent durch Fachwissen beeinflusst, sagte Löhr, um draufzusetzen: „Fachidiot schlägt Kunden tot.“ Das Wissen sei zwar die Basis, aber um im Spiel zu bleiben, das hänge von „Persönlichkeit“ ab. Der Referent brachte Beispiele aus der Wirtschaft, ging näher auf Apple ein und richtete seine Appelle an Führungskräfte.

Ohne Begeisterung gehe gar nichts. Mit ihr könne man über sich hinauswachsen, was neurobiologisch nachweisbar sei, denn die Botenstoffe wirkten „wie Dünger aufs Gehirn“. Gewinner-Denken, Teamgeist, Vorbild sein, nicht jammern, offene Kommunikation fördern,  ein visuelles Zielfoto kreieren („was Sie nicht sehen können, werden Sie nicht erreichen“) und einen Erfolg auch feiern – waren einige der Tipps. Da sich die Welt ständig und immer schneller verändere, die Menschen aber Gewohnheiten bevorzugten, müsse man die Veränderungsprozesse anschauen. Initialzündungen setzen, gedankliche Handbremsen lösen und für einen Input sowie für Regeneration sorgen, war die Antwort von Löhr auf Veränderungen. Vier Minuten Weiterbildung pro Tag für Menschen ab vierzig Jahren sei einfach fahrlässig, kritisierte Löhr.

Am Beispiel des I-Phone erläuterte er die Philosophie, wie man Emotionalität in ein Produkt bringe, die Kunden auf radikale Umorientierung einschwöre und mit Einfachheit punkte. Seinem Sohn habe er die rasante Entwicklung in der Digitalisierung und was etwa eine Telefonzelle sei, mit dem Satz zu erklären versucht: „Eine Telefonzelle ist ein begehbares Handy.“ Die Zuhörer im Göppinger Sparkassen-Forum dankten Jörg Löhr mit viel Beifall für „eine Art positives Büfett zur Persönlichkeit“.

Spielend Namen und Gesichter merken

Gedächtnispower Die nächste Veranstaltung der Reihe Göppinger Wissensimpulse 2018 mit Markus Hofmann, Gedächtnisexperte und Top-Speaker für Unternehmen, findet am Montag, 19. März, um 19.30 Uhr im Forum der Göppinger Kreissparkasse, Marktstraße 2, statt. Mit Spaß und Humor und in vielen praktischen Übungen geht es um das Thema „Faszination Gedächtnis – In jedem Kopf steckt ein Superhirn“. Die Teilnehmer sollen erleben, wie sie sich spielend Namen und Gesichter, Fach- und Allgemeinwissen sowie komplexe Sachverhalte merken können.

Karten Einzelkarte 59 Euro (Abonnenten 49 Euro).

Infos und Buchungen:
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