Viele Schulen, Pflegeinrichtungen, Krankenhäuser, Feuerwehren, Einzelhändler und Vereine tanzten in den vergangenen Wochen zum Song „Jerusalema“ der Südafrikaner DJ Master KG und der Sängerin Nomcebo Zikode und luden Videos davon hoch. Die „Jerusalema-Challenge“ sollte etwas Freude und Zuversicht in den grauen Corona-Lockdown-Alltag bringen. Was als Tanz-Trend auf TikTok begann, zog immer größere Kreise und begeisterte viele Menschen auf der ganzen Welt. Auch im Kreis Göppingen sprangen schnell verschiedene Einrichtungen auf den Trend auf.

Kreis Göppingen

Nachdem jedoch der Konzern Warner Music mit Lizenzverhandlungen auf die Teilnehmer zukam, nahmen diese ihre Beiträge wieder offline.

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Mit etwas Verspätung haben nun die Alb-Fils-Kliniken am Montagnachmittag ein Tanzvideo zur „Jerusalema-Challenge“ auf der Homepage der Alb-Fils-Kliniken und Youtube hochgeladen. Nach einem Tag hat es knapp 360 Aufrufe. „Wir haben es mit Warner geklärt“, versichert Kliniksprecher Frank Westbomke am Dienstag auf Nachfrage. Das Video sei schön länger fertig gewesen, man hätte aber abgewartet. „Wir machen es lieber richtig“, erklärt der Sprecher mit Blick auf die Lizenzforderungen.
Im Februar wurde in den Alb-Fils-Kliniken an verschiedensten Orten getanzt, geklatscht und gelacht. Aus den teils eingeübten und choreografierten, teils spontanen Aktionen und Tanzeinlagen entstand der Beitrag.
Youtube

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Initiatoren der Aktionen waren die Mitarbeiterinnen des Sozialpädiatrischen Zentrums der Klinik am Eichert in Göppingen, heißt es in einer Mitteilung. Sie hatten sich zur Teilnahme an der Challenge entschlossen und auch ein Motto für Ihren Beitrag kreiert: „Gemeinsam gehen wir durch die Corona-Pandemie-Zeit und verlieren nicht die Hoffnung“. Zugleich hatten sie alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Alb-Fils-Kliniken aufgerufen, sich zu Gruppen zusammenzuschließen und sich ebenfalls mit Videoclips zu beteiligen. So kamen zahlreiche Clips zusammen, die dann von Gerhard Stahl von der Myway Film UG zu dem gemeinsamen Video zusammengeschnitten wurden. Die dezentrale Organisation ohne inhaltliche oder stilistische Vorgaben an die Akteure sei dem Video anzusehen, „im positiven Sinne, denn herausgekommen ist ein wunderbar schräges und damit einmaliges Filmvergnügen“, schreibt die Klinik.