Der goldene Oktobertag war es auf dem Schurrenhof bei Ottenbach nicht gerade, doch gerade jetzt in der kühleren Herbstzeit fühlen sich die anpassungsfähigen Islandpferde so richtig wohl. Ein dichtes und langes Winterfell schützt die Tiere von der Feuerinsel vor Witterungseinflüssen.

Mystischer Nebel zum Start

Der zum zehnten Mal ausgetragene Renntag begann am Mittwochabend bei mystischer, nebliger Stimmung mit einem Speedpass-Wettbewerb – eine Art Sprint mit Stoppuhr. Am Tag der Deutschen Einheit gab es zunächst eine Geschicklichkeitsprüfung mit 23 Reitern. Es folgten ein Schrittrennen über 100 Metern mit gleichzeitig zwei Startern sowie ein zweites Speedpassrennen, bei dem nicht aus der Startbox gestartet wurde. 26 Teilnehmer ritten in zwei Durchgängen um die schnellste Zeit. Hier waren auch mehrere Teilnehmer aus der Schweiz am Start. Etwas gemütlicher ging es anschließend beim Trabrennen über 250 Meter zu.

Elegante Gangart Tölt

Das Töltrennen über 250m im Anschluß war ebenfalls ein Höhepunkt dieses Renntages. Hier wurde in exzellenter Manier der elegante Tölt der Islandpferde präsentiert. In diesem Jahr waren es jedoch nicht die bekannten Namen wie Sigrid Dietrich, Kai-Anna Braun oder Jean Paul Balz aus der Schweiz, die man auf dem ersten Platz sah. Ein Neuer war dabei und nicht einmal mit einem Islandpferd. Mario Pernice vom Vogelstockerhof aus dem Pfälzer Wald stellte seinen „CP Ringo Star“ vor. Das ist ein Gangpferd aus den USA das auch tölten kann. Man findet diese, in Deutschland eher unbekannte Rasse, unter dem Begriff „Speed-Racking-Horse“. Ein flotter Tölter der mit Mario Pernice in Bestzeit auf dem ersten Platz gelandet ist.

Geschicklichkeitswettbewerb

Das Fahnenrennen ist immer eine spannende Angelegenheit, müssen die Reiter auf vier große Tonnen achten die auf einer Strecke von zirka 250 Metern auf der Passbahn verteilt sind, im Vorbeireiten aus der ersten Tonne eine Fahne greifen und in der nächsten Tonne wieder einstecken. Natürlich geht es auch hier um die schnellste Zeit.

Spaßaufgabe auf Skiern

Das Thema der anschließenden Mannschaftsaufgabe war bis direkt vor dem Start für alle unbekannt. Ein Team von drei Reitern musste ohne Pferd eine Spaßaufgabe lösen, und zwar zum Thema Skifahren. Möglichst im Gleichschritt waren auf einem Paar Ski mit Seilschlaufenbindungen 50 Meter bis ins Ziel zurücklegen. Mit von der Partie war auch Jean Paul Balz, der oberste Sportchef der Internationalen Islandpferde-Föderation FEIF. Zum Abschluss des Renntages ließen es die Reiter beim Galopprennen über 250 Meter und beim Töltrennen über 150 Meter nochmals richtig krachen.

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