Das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg spielte schon einige Male in Uhingen für die „Guten Taten“. Diesmal sind französische Chansons zu hören, aber eben nicht nur. Mit Überraschungen muss man bei den Konzerten des Ensembles immer rechnen. Im Interview mit der NWZ spricht LPO-Leiter Stefan R. Halder über die Programmgestaltung.

Achten Sie bei der Programmgestaltung immer auf Abwechslung?

Stefan R. Halder: Einer meiner ersten Besprechungstermine als Chefdirigent des Landespolizeiorchesters war 2014 mit Ihrer Zeitung. Wir hatten uns überlegt, wie wir die Attraktivität der Konzerte des LPO noch weiter steigern können. Die Verantwortlichen sind meinem Vorschlag gefolgt, Gastkünstler, die eine besondere Verbindung zur Region  haben, einzuladen. Das hat Wirkung gezeigt und ist nun ein Garant dafür, dass das Programm jedes Jahr wieder ganz neu ist.

Wie entwickeln Sie Ihre Programme?

Die Programme entstehen über viele Wochen. Zuerst lerne ich die Gastkünstler kennen. Dann überlegen wir, mit welchen Stücken sie auftreten möchten und entwickeln den „roten Faden“. Ich wähle dann hierzu passende Orchesterwerke für ein abendfüllendes Programm aus.

Für das kommende Konzert waren zunächst nur Sängerin Asita Djavadi und der Euphonist Lilian Meurin angefragt. Wie kam es, dass kurzfristig noch Matthias Matzke aufsprang?

Nur? (lacht) Das sind zwei ganz außergewöhnliche Interpreten. Aber im Ernst: Renate Drummer vom Förderverein „Gute Taten“ hat für nächstes oder übernächstes Jahr Matthias Matzke vorgeschlagen und gefragt, ob dieser junge Künstler in Frage käme.

Haben Sie ihn denn gekannt?

Ich kenne diesen Ausnahme-Akkordeonisten schon viele Jahre und war gleich von dem Vorschlag begeistert.

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Zur Person Stefan R. Halder


Stefan R. Halder absolvierte sein Schulmusik- und Diplommusiklehrerstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen, wo er seit 2004 einen Lehrauftrag für Klarinette hat. Seit 2011 dirigiert er die Stadtkapelle Rottenburg, seit Juni 2014 hauptamtlich das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg.

Musikalische Reise nach Frankreich


Konzert Der Förderverein „Gute Taten“ der NWZ lädt am Freitag, 19 Uhr, zu einer musikalischen Reise nach Frankreich ins Uditorium nach Uhingen ein. Der Reinerlös kommt der NWZ-Aktion „Gute Taten“ zu Gute.

Mitwirkende Neben dem Landespolizeiorchester Baden-Württemberg ist als Gesangssolistin Asita Djavadi zu hören. Die Mezzosopranistin will an die große Edith Piaf erinnern. Direkt aus Paris angereist ist Lilian Meurin. Der Euphonist beherrscht sein Instrument wie wenige seiner Generation und hat nach zahlreichen gewonnen Wettbewerben inzwischen einige große Bühnen der Welt bereist: unter anderem die Royal Albert Hall in London und das Bruckner Symphony House in Linz. Konzertiert hat er mit dem Pariser Kammerorchester, der Rouen National Opera, dem Lamoureux Orchestra und dem Orchestre National de France. Ebenfalls mit dabei ist der Gingener Akkordeonist Matthias Matzke, der eine kleine Kostprobe seines Könnens bieten und Ausblicke geben wird, was für ein Jahr später schon in Planung ist und entstehen kann.

Tickets Es gibt noch Restkarten für das Konzert: in Göppingen bei der NWZ sowie in Uhingen beim Modehaus Frey und beim Kulturbüro im Rathaus.