Der Gemeinderat hat im Dezember den drei geplanten Windkraftanlagen am Standort „ES-02“ Sümpflesberg-Königseiche das Einvernehmen versagt. Über den Genehmigungsantrag hat das Landratsamt zu entscheiden. Allerdings kann der Windkraftprojektierer Uhl seit diesem Jahr nicht mehr von einer günstigen Übergangsregelung bei der Vergütung profitieren, sodass es fraglich ist, ob er das Projekt überhaupt weiterverfolgt.

Die Bürgerinitiative „Pro Schurwald“ hat die vier Bürgermeisterkandidaten dennoch gefragt, ob sie rechtliche Schritte ergreifen würden, wenn das Landratsamt den Windrädern zustimmen würde. Oliver Knur antwortete „Pro Schurwald“ zufolge, dass dies dann in Erwägung zu ziehen sei. Hierzu müsste aber zunächst ein Rechtsgutachten seitens der Stadt eingeholt werden. Bei positiver Bewertung einer Klage würde er eine solche dem Gemeinderat vorschlagen. Sacha Auwärters Antwort lautete: „Wenn es das Recht zulässt, wäre ich bereit, gemeinsam mit dem Gemeinderat notwendige Schritte einzuleiten.“ Eberhart Keller stellte fest, die Prüfung rechtlicher Schritte könne erst nach Vorliegen der Entscheidung des Landratsamtes erfolgen. Dabei müsse das Klagerisiko abgewogen werden. Eine Klage ohne Aussicht auf Erfolg könne wegen des hohen Kostenrisikos für die Stadt nicht befürwortet werden. Der Gemeinderat müsse über eine Klage entscheiden. Auch Roland Schmelzle machte deutlich, dass dies der Bürgermeister nicht im Alleingang könne. Er sei bereit, die Sachlage zusammen mit dem Gemeinderat und weiteren relevanten Gremien von allen Seiten zu beleuchten und hinterher einer Entscheidung im Gremium zuzuführen.