EU-Experte Raimund Matosic probt in Kroatien für den Ernstfall

Ein internationaler Einsatz muss koordiniert werden.  Foto: DRK
Ein internationaler Einsatz muss koordiniert werden. Foto: DRK © Foto: DRK
Kreis Göppingen / SWP 28.12.2016

Raimund Matosic ist seit 20 Jahren beim DRK-Kreisverband Göppingen engagiert, übernimmt seit vielen Jahren als Leiter der Bereitschaft Geislingen Verantwortung, ist Zugführer beim Katastrophenschutz und Ausbilder für die Sanitätsdienste. Seit drei Jahren bereitet er sich zudem regelmäßig auf internationale Einsätze im Bereich des Katastrophenschutzes im Auftrag der EU vor und nahm an einer Übung in Kroatien in der Nähe der Hauptstadt Zagreb teil. „Sehr realitätsnah wurde eine Überschwemmungskatastrophe simuliert“, erklärt der 44-Jährige. Er gehörte zu einem Team von rund 300 Einsatzkräften aus Deutschland und Schweden, Slowenien sowie Kroatien und Serbien, aus der Türkei, aus dem Kosovo und aus Mazedonien. „Wir haben alle das selbe Ausbildungs- und Ausrüstungsniveau. Sie sind standardisiert“, erläutert  Matosic.

Katastrophe ist gespielt

Zunächst waren die Helfer einen Tag lang in die gestellte Katastrophenlage eingewiesen worden und hatten dann fünf Tage lang „24 Stunden am Tag“ den Ernstfall durchgespielt. Raimund Matosic war, in Absprache mit dem Einsatzleiter, Koordinator für die Einsatzeinheiten, erstellte Landkarten und Einsatzaufträge. Der Kuchener war bislang noch nie in ein Katastrophengebiet gerufen worden, ist aber vorbereitet. Er hatte vor ein paar Jahren sein Interesse beim Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes für internationale Einsätze bekundet und war von dort der EU empfohlen worden. Am Anfang standen ein Einführungskurs in Rom und weitere Qualifizierungen in Neuhausen auf den Fildern, in Dublin, Bulgarien und auf Zypern – immer auf Englisch. Dabei ging es auch um rechtliche Fragen. „Wir sind im Namen der EU unterwegs und tragen eine blaue Weste mit deren Emblem. Das verschafft uns einen ähnlichen Status wie ihn Diplomaten ­haben“.

Wenn Raimund Matosic seine Tätigkeit als IT-Leiter eines Neu-Ulmer Unternehmens und seine umfangreichen Engagements beim DRK Zeit lassen, hält er sich mit Sport fit und fährt jetzt im Winter leidenschaftlich gerne Ski.

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