Kreis Göppingen Im August werden viele Lehrer arbeitslos

Kreis Göppingen / Isabelle Jahn und Jens Buchholz 24.07.2018
Im Landkreis Göppingen steigt die Zahl arbeitsloser Lehrer während der Sommerferien um das Sechsfache an. Grund: Arbeitsverträge gelten nur bis zum Ende des Schuljahres.

„Die Praxis der befristeten Verträge ist höchst unsozial“, kritisiert Holger Kißling, Kreisvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Lehrer, deren Verträge vor den Sommerferien enden, werden zum Beginn des neuen Schuljahres wieder aufgenommen. In den sechs Wochen dazwischen sind die Lehrer arbeitslos. Zahlen belegen das: So waren im Juli im vergangenen Jahres nur fünf Lehrer im Landkreis Göppingen als Arbeitslose gemeldet, im Schulferienmonat August waren es 29.

Gerade junge Lehrer leiden unter dieser Regelung – und diese Unsicherheit, die durch solche Verträge geschaffen werde, habe Auswirkungen auf die Familienplanung. Ottmar Dörrer, geschäftsführender Schulleiter in Geislingen, hält die Praxis im Land deswegen für „fragwürdig“. Er ist dafür, Schulferien in die Verträge miteinzubeziehen.

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