Tarifkonflikt IG Metall ruft im Kreis zu Warnstreiks auf

Kreis Göppingen / SWP 08.01.2018

Am Donnerstag gehen die Tarifverhandlungen in der Metallbranche in die dritte Runde. Die IG Metall kündigt deshalb ab dieser Woche Warnstreiks auch im Kreis Göppingen an. Zwei Verhandlungsrunden haben stattgefunden, die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn und einen individuellen Anspruch, die Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu verkürzen. Die Arbeitnehmerseite biete nur zwei Prozent mehr Lohn und fordere „eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeit zu Lasten der Arbeitnehmer“, so die IG Metall in einer Presseerklärung.

Die wirtschaftliche Situation sei gut bis sehr gut, argumentiert die Gewerkschaft. „In vielen Betrieben im Kreis läuft die Produktion auf Hochtouren. Umsätze und Gewinne sind vielmals auf Rekordniveau“, so der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Göppingen-Geislingen, Martin Pursch­ke. „Seit Jahren wird von den Beschäftigten ein hohes Maß an Bereitschaft zu Überstunden, Wochenend- und Feiertagsarbeit gefordert. Die Kolleginnen und Kollegen brauchen mehr selbstbestimmte Arbeitszeit und kein Diktat der Arbeitgeber, wann man zur Arbeit anzutreten hat.“ Die Möglichkeit für Beschäftigte, ihre Arbeitszeit bis auf 28 Stunden abzusenken, sei Kern der Tarifauseinandersetzung. Für Beschäftigte, die besonders belastende Arbeitszeiten haben, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, soll es einen Entgeltzuschuss geben, fordert die IG Metall.

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