Hausen Idylle auf der Dachterrasse

Hausen / KATHRIN BULLING 22.08.2013
Von den Bäumen grüßen morgens die Elstern, die Hausener Felsen leuchten im Sonnenuntergang rot: Sabine Rösch liebt ihre Dachterrasse.

Es ist Sabine Röschs dritter Sommer in ihrer Hausener Wohnung - und sie genießt jeden Tag, vorzugsweise auf ihrer großen Dachterrasse. Die liegt mitten in Hausen und bietet doch einen geschützten, gemütlichen Platz mit idyllischer Aussicht: "Wenn die Sonne in Richtung Schlat untergeht, dann leuchten die Hausener Felsen ganz rot", sagt Sabine Rösch.

Auch auf den Weigoldsberg hat sie einen schönen Ausblick. Rotmilane ziehen häufig über die Dachterrasse, und von den benachbarten Tannen keckern die Elstern. "Es ist wunderschön hier draußen", sagt die Hausenerin begeistert. Ganz intensiv ist für sie die Zeit, die sie im Jahr draußen verbringen kann, "das genieße ich richtig". Neben der großen Terrasse, auf der es sich gut auch in größerer Runde sitzen lässt, gibt es noch einen kleineren Balkon, den Rösch gerne im Winter nutzt.

Ihr Vermieter spendiert jedes Jahr Geranien für die Terrassen- und Balkonumrandung - die roten Farbtupfer grüßen schon von weither. Sabine Rösch hat auf ihrer Dachterrasse außerdem Margeriten, Lavendel und Erdbeeren in Töpfe gepflanzt und - unter anderem -, ihren großen Pavillon damit dekoriert, unter dem es sich gemütlich sitzen lässt.

Der vergangene Winter wird ihr aber eine Lehre sein: Damals ließen die Schneemassen das Dach des früheren Pavillons einknicken. "Der neue wird dieses Mal abgebaut", sagt Rösch. Die Überreste des alten Pavillons hat die gelernte Zeichnerin, die in der Gemeindeverwaltung arbeitet, auf ihrer Terrasse als Pflanzhilfe und Deko-Objekte integriert: So rankt sich um einen Bogen Knöterich, den anderen zieren eine Passionsblume und Rosen - eine duftet besonders intensiv. Röschs Faible sind aber Sonnenblumen. "Sie werden mit so wenig so groß und haben so schöne Blüten", sagt sie. Über die verblühten Köpfe dürfen sich später im Jahr die Vögel hermachen.

Ganz begeistert ist Sabine Rösch von der Goji-Beere, die auch auf ihrer Dachterrasse steht. Der Gemeine Bocksdorn mit den roten Beeren wird in der chinesischen Küche verwendet. Die Hausenerin hat schon etliche Freunde und Verwandte mit der besonderen Pflanze beschenkt.

Früher habe sie sich nie vorstellen können, selbst unter die Gärtner zu gehen, erzählt die blonde Frau mit dem herzlichen Lächeln: "Meine Mutter hatte ein Riesengärtle, aber dafür habe ich mich nie interessiert." Doch mittlerweile schätzt sie das Schaffen auf dem Balkon sehr - und genießt es, viele blühende Pflanzen um sich herum zu haben. "Meine Dachterrasse bedeutet für mich absolute Erholung. Das ist wie Urlaub daheim", sagt sie lächelnd.