Göppingen / NWZ Die Lebensmittelkontrolleure haben in Göppingen ein Restaurant überprüft und mussten es anschließend sofort schließen.

Am Donnerstag kontrollierten Mitarbeiter des Amts für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landratsamtes die Hygienebedingungen in einem Restaurant in Göppingen. Bei der Überprüfung stellten sie gravierende Hygieneverstöße einschließlich Schadnagerbefall fest. Die Gaststätte wurde wegen der ekelerregenden Bedingungen und Kontaminationsrisiken für Lebensmittel auf mündliche Anordnung vor Ort sofort geschlossen.

Das wegen gravierender Hygieneverstöße geschlossene Göppinger Restaurant Anami hat die Mängel mittlerweile beseitigt.

Kot in allen Räumen

In sämtlichen Betriebsräumen einschließlich Küche und Lagerräumen wurden teils erhebliche Kotansammlungen von Schadnagern vorgefunden. Insbesondere im Lebensmittellager im Keller mit einer offenen Verbindung zur Küche war ein deutlicher Uringeruch von Schadnagern gegeben, teilt das Landratsamt in einer Pressemitteilung mit.

Die Lebensmittelkontrolleure und Amtstierärzte stellten zudem fest, dass das einzige Handwaschbecken in der Küche zugestellt und damit nicht genutzt werden kann. Die Arbeitsgeräte mit Lebensmittelkontakt waren provisorisch mit verunreinigten offenporigen Holzbrettern fixiert.

Strafanzeige gegen Restaurantbesitzer

Die Kühlschränke in der Küche waren mit alten Lebensmittelresten krümelig verunreinigt. Nach Mitteilung des Landratsamts ist eine Wiedereröffnung erst nach einer Mangelbehebung einschließlich Einsatz eines externen Schädlingsbekämpfers und eine Abnahme durch die Lebensmittelüberwachung möglich.

Die Restaurantbetreiber müssen zudem mit einer Strafanzeige rechnen. Der Betrieb sei erstmals derart auffällig geworden.

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Die A8 zwischen Mühlhausen und Merklingen wird in Fahrtrichtung München ab Freitag voll gesperrt. Die Umleitung geht durch Geislingen. Im April wird es eine weitere Vollsperrung geben.

Behörde darf Restaurantnamen veröffentlichen

Wiederholung Nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird das wieder geltende Verfahren zur Veröffentlichung von Verstößen eingeleitet, wonach bei der Feststellung von wiederholten und erheblichen Verstößen eine Veröffentlichung einschließlich einer Benennung des Lebensmittelbetriebs vorgesehen ist. Nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist die Bundesregierung bis Ende April aufgefordert, die vormals gerichtlich beanstandete Norm nachzubessern. Hierzu hat der der Bundestag vor wenigen Tagen eine Änderung der früheren Regelung beschlossen und eine ergänzende Entscheidung durch den Bundesrat steht am 25. März 2019 an.

Frist Nach derzeitigem Stand ist mit einer Veröffentlichung der Verstöße unter Benennung des Lebensmittelbetriebes in zwei Wochen zu rechnen, nachdem der Betrieb angehört wurde und die Möglichkeit zu Rechtsmitteln hatte.