Region Humorvolle Hinweise auf das Zeitgeschehen

Region / SWP 03.05.2018
Pfiffige Zeitgenossen nutzen die Maiennacht, um mit witzigen Aktionen auf Missstände hinzuweisen. Doch Chaoten hinterlassen vielerorts eine Spur der Verwüstung.

Die Maischerze im Täle und auf der Alb haben sich dieses Jahr sehr in Grenzen gehalten. Die unvermeidlichen Klopapier- und Rasierschaum-Spuren waren überall sichtbar. Wirklich humorvolle Ideen gab es unter anderem in Mühlhausen, Auendorf und Aufhausen oder Treffelhausen.

Am Böhmenkircher Kreisverkehr von Weißenstein her kommend stand ein buntes Auto und das Schild: „Achtung, hier wird gelasert! Keiner bekommt es in den Griff, darum geben wir unserem Kreisel den letzten Schliff.“ Ebenfalls in Böhmenkirch befand sich ein Schild am Maibaum beim Rathaus mit dem Wunsch, ein Windrad in der Ortsmitte zu platzieren.

In Treffelhausen bezieht sich ein Maischerz auf die Bürgermeisterwahl, bei der der Hausarzt Josef Brandner so viele Stimmen erhalten hat, obwohl er gar nicht zur Wahl stand, dass es Amtsinhaber Matthias Nägele ganz Angst wurde – dargestellt als Boxer.

In Mühlhausen deklarierten Unbekannte kurzerhand die Fläche vor der Grundschule zum exklusiven Eltern-Parkplatz. Mit dem ersten Trockenrbunnen werben einige Auendorfer. „Nach jahrelanger konsequenter Inaktivität kann die Gemeinde Bad Ditzenbach erstmals einen Trockenbrunnen präsentieren – exklusiv in Auendorf“, steht auf einem Schild.

In Bad Ditzenbach galten neue Regeln für das Kneipp-Becken. Unter anderem war ausdrück­lich erlaubt zu baden, spielen und planschen – allerdings nur in Kleidung. Zudem brachten Jugendliche Zettel an Autos an; mit dem Hinweis „Zu verkaufen“ oder „Zu verschrotten“. Dass die Gemeinde Kuchen einen neuen Namen trägt, zeigte sich am Ortsschild. Unter diesem prangte ein selbstgebasteltes Schild auf dem „Torte“ stand.

Doch es gab auch „Scherzkekse“, deren nur daran gelegen war, eine Spur der Verwüstung zu legen. In Bad Ditzenbach sprühten Unbekannte mit Rasierschaum „Ihr Hunde“ an den Mühlenkindergarten – vermutlich in Anlehnung an die derzeit beherrschende Diskussion um den Kita-Neubau. Rund um den neuen Spielplatz fanden sich heftigste Beleidigungen. Dass Klopapier in den vergangenen Tagen die begehrteste Einkaufsware  gewesen sein dürfte, zeigte sich nahezu allerorten. Meterlange Toilettenpapierspuren zogen sich durch nahezu jede Gemeinde. Auch schmissen Unbekannte vielerorts Eier an Häuser.