Auszeichnung Kinderspiel: Hoffen auf den Funkelschatz

Lena Burkhardt präsentiert das Kinderspiel „Funkelschatz“, das sie zusammen mit ihrem Vater Günter  erfunden hat.
Lena Burkhardt präsentiert das Kinderspiel „Funkelschatz“, das sie zusammen mit ihrem Vater Günter erfunden hat. © Foto: Privat
Gosbach / Ralf Heisele 05.06.2018
Die Koproduktion des Gosbacher Spieleautors Günter Burkhardt und seiner Tochter Lena ist für das „Kinderspiel des Jahres“ nominiert worden.

Am kommenden Montag wird in Hamburg das Kinderspiel des Jahres gekürt. Unter den drei nominierten Spielen ist auch der „Funkelschatz“ – eine Koproduktion des Gosbacher Spieleautors Günter Burkhardt und seiner Tochter Lena. „Das ist schon etwas Unerwartetes“, sagt Burkhardt, der schon über 80 Spiele erfunden hat.

160 Spiele für Kinder ab fünf Jahren hat die Jury im Vorfeld getestet und dann drei Werke in die Endwertung aufgenommen. „Das sind alles total unterschiedliche Spiele“, erklärt Burkhardt: ein Partyspiel, ein Geschicklichkeitsspiel und das taktische Sammelspiel aus dem Oberen Filstal. Die Grundidee zum „Funkelschatz“ stammt von der  21-jährigen Lena Burkhardt, die derzeit in Freiburg studiert. Inspiriert von den Ösen einer Vorhangstange, die sie aufeinander stapelte, entstand der Einfall zu einer Eis-Säule aus Ringen, in der ein Schatz aus 90 bunten Funkelsteinen liegt. Zusammen mit  ihrem Vater entwickelte Lena Burkhardt das Spiel weiter: Die Spieler entfernen einen Ring nach dem anderen und bringen die Säule sozusagen zum Schmelzen. Und dabei purzeln auch die Funkelsteine herunter – „ähnlich wie bei Mikado“, beschreibt es Günter Burkhardt. Ziel ist es, die Farbe der purzelnden Steine vorherzusagen und möglichst viele von ihnen einzusammeln.

Ausgiebig getestet

Bevor das Spiel dem Haba-Verlag angeboten wurde, haben die Burkhardts den „Funkelschatz“ ausgiebig getestet: natürlich mit Kindern. Mit der Umsetzung des Verlags und der Illustration von Daniel Döbner ist Spielautor Burkhardt sehr zufrieden. Und auch die Jury „Kinderspiel des Jahres“ lobt das Werk von Vater und Tochter: „Es verbindet eine kindgerechte Geschichte, einen klassischen Mechanismus und faszinierendes Material zu einem Spieleabenteuer, das Kinder immer wieder fesselt.“ 

Jetzt fiebern Günter und Lena Burkhardt dem kommenden Montag entgegen und hoffen, dass ihr „Funkelschatz“ mit dem begehrten Logo des Spielkegels mit Eichenlaub als Kinderspiel des Jahres ausgezeichnet wird.

Kinderspiel des Jahres gibt es seit 2001

Die Auszeichnung für das Spiel des Jahres gibt es seit 1979. Damit wollte man neue Akzente für die Idee des Spiels in Familie und Gesellschaft setzen, zuvor wurden Spiele meist den Kindern vorbehalten. Entstanden ist die Idee ein Jahr zuvor auf einer Spielwarenmesse von Verlegern, Spieleautoren und Journalisten.

Der Preis: Kinderspiel des Jahres wurde 2001 vom Verein „Spiel des Jahres“ als zweiter Hauptpreis gestiftet. Der Preis soll Familien mit Kindern als auch Erziehern eine Orientierungshilfe geben. Dabei stehen Spiele im Vordergrund, die Kindern im Alter bis zu acht Jahren Spielvergnügen bereiten, heißt es auf der Homepage des Vereins.

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