Kreis Göppingen Hoffen auf mehr Spenden für Tour Ginkgo

Die Tour Ginkgo bei ihrer Ankunft in Schlat
Die Tour Ginkgo bei ihrer Ankunft in Schlat © Foto: Giacinto Carlucci
Kreis Göppingen / Von Max Schniepp 02.07.2018
Die Christiane-Eichenhofer-Stiftung ist mit den Spendenergebnis ihrer Fahrradtour noch nicht ganz zufrieden.

Hunderte Menschen in gelben Trikots radelten von Freitag bis Sonntag  für die von der Christiane-Eichenhofer-Stiftung ins Leben gerufenen „26. Tour Ginkgo“ durch den Landkreis Göppingen.  Die Tour unterstützt jedes Jahr in einer anderen Region ein soziales Projekt. Damit sammelten die knapp 100 privaten Förderer Geld zur Unterstützung zweier Projekte in der Göppinger Lebenshilfe.

Ein Teilnehmer und Spender meinte, die täglich 800 Höhenmeter machende Tour sei schwieriger als gedacht: „Man kommt an einen Punkt, da ist es dann auch eine Herausforderung, also heute hatten wir schon eine anspruchsvolle Etappe“, so der Inhaber eines Metallverarbeitungsbetriebes Jörg Loesch.

Eingeladen von Oberbürgermeister Guido Till, zogen die Teilnehmer der „Tour Ginkgo“ und der Lebenshilfe Göppingen bei einem Empfang am Samstag eine erste Bilanz, die jedoch noch verbesserungswürdig sei. Im Rathaus gab es für die Teilnehmer und Spender dazu ein großes Essen. „Es tut mir sehr leid, dass wir den Ginkgo-Gedanken nicht wieder aufgreifen konnten“, kommentierte  Christiane Eichenhofer bereits am Freitagabend das bisherige Spendenergebnis. Eichenhofer bedauerte, es sei ihr selbst „nicht gelungen, die Bevölkerung zu motivieren“. Jetzt müsse sie schauen, wie und was man noch machen könne.

Fördermittel erhält die Lebenshilfe einerseits für die sozialmedizinische Nachsorge schwerkranker und behinderter Kinder. Das bedeutet, dass Familien nach einer Geburt von der Lebenshilfe medizinisch versorgt werden, wozu man Ärzte, Krankenschwestern, Sozialpädagogen und Psychologen brauche.

Die Betreuung und Hilfe für Eltern in den ersten Monaten nach einer problematischen Geburt sei besonders gefragt: Man spreche nicht über Babys in der 38. Woche, „sondern von Frühgeburten in der 24. bis 26. Woche, die dann 400 bis 800 Gramm wiegen“, erklärt Michael Tränkle, zuständig für der Organisation der Nachsorge. „Die Eltern befinden sich dann immer in einer völligen Ausnahmesituation“, das sind Familien, die man dann natürlich nicht einfach im Regen stehen lassen könne. In der interdisziplinären Frühförderstelle, die auch durch das Projekt der Christiane-Eichenhofer-Stiftung Fördergelder erhalten wird, bekommen Kinder mit Auffälligkeiten in Entwicklung, Sprache, Bewegung oder Konzentrationsproblemen Betreuung von der Lebenshilfe. Wie wichtig für die Tour Ginkgo ist, dass gerade Kindern in Not geholfen wird, betonte Eichenhofer: „Es ist nicht für mich. Es ist für die Lebenshilfe, für die Kinder!“, das sei das entscheidende. Trotz der hohen Summe, die schon mit der Fahrradtour für die Lebenshilfe gesammelt wurde, hofft sie auf mehr Unterstützung für die Sache der Kinder. Die Tour-Ginkgo sei noch nicht vorbei, sondern laufe das ganze restliche Jahr. „Jetzt brauchen wir Hilfe von Unternehmen, Vereinen und Organisationen – aber auch Schulen und Kindergärten, die bereit sind, mit eigenen Projekten Spenden zu sammeln“ –  denn der Slogan hinter der Fahrradtour war sowieso schon immer: „Wir können nur dann helfen, wenn sie uns helfen.“

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