Abgabe Höhere Steuer auf Automaten

Ebersbach / Ingrid Zeeb 18.07.2017

Bisher müssen Aufsteller von Spielautomaten 20 Prozent Vergnügungssteuer berappen. Zum 1. Oktober soll der Steuersatz für Geräte mit Gewinnmöglichkeit auf 25 Prozent steigen, dafür hat sich der Ausschuss für Verwaltung und Bürgerschaftliches Engagement einstimmig ausgesprochen. Man will damit ausdrücklich nicht nur die Einnahmesituation der Stadt verbessern – auch wenn mit Mehr­erträgen von 100 000 Euro jährlich gerechnet wird –, sondern auch erreichen, dass Geldspielgeräte abgebaut werden. Die Hoffnung ist, dass sich das ein oder andere dann vielleicht nicht mehr rentiert.

Allerdings scheinen die Gewinnspannen so hoch zu sein, dass diese Folge vielleicht nicht eintritt, schränkt die Verwaltung ein. Stadtkämmerer Oliver Marzian berichtete, dass man diese Hoffnung schon 2012 hatte, als der Steuersatz von 15 auf 20 Prozent stieg. Die Zahl der Geräte habe sich seither im Gegenteil leicht erhöht auf derzeit über 100. Auch die Einnahmen steigen von Jahr zu Jahr: 2016 nahm die Stadt sogar die Rekordsumme von  rund 650 800 Euro ein.

20 andere Kommunen sind der Verwaltung bekannt, die die Vergnügungssteuer auf 25 Prozent erhöht haben, im Kreis Göppingen ist es nur Geislingen.  In Ebersbach gibt es vier Spielhallen mit jeweils zwölf Glücksspielautomaten, außerdem mehrere Gaststätten mit insgesamt 65 Spielgeräten. Die meisten Automaten, nämlich rund 50, liegen im Bereich der „Markusinsel“.