Rund 1700 Einwohner zählt die Gemeinde Schlat. In der Gruppe der Gemeinden von 1000 bis 2000 Einwohnern liegt die Eingangsbesoldung des Bürgermeisters in aller Regel bei A 14 oder 15. Als vor gut zweieinhalb Jahren Gudrun Flogaus zur Bürgermeisterin in Schlat gewählt wurde, hatte sich der Gemeinderat auf eine Eingangsbesoldung von A 14 festgelegt. Im Wesentlichen regelt dies das Kommunalbesoldungsgesetz des Landes.

Der Gemeinderat freilich hat einen Beurteilungsspielraum. Dieser orientiert sich am Umfang und dem Schwierigkeitsgrad des Amtes. Beim letzten Tagesordnungspunkt in der letzten Sitzung des Jahres befasste sich der Schlater Gemeinderat nun mit einer Besoldungserhöhung für die Bürgermeisterin. Arbeitsumfang und Schwierigkeitsgrad hätten ohne Frage für den Bürgermeister in Schlat zugenommen, erklärte Gemeinderat Erich Staib und verwies auf die anstehenden Großprojekte in der Gemeinde. Daher schlage er vor, einer Erhöhung der Bezüge zuzustimmen. Ihm genüge dies nicht, fand Gemeinderat Joachim Fritz. Schließlich gebe es überall komplexe Projekte und die letzten beiden Vorgänger der Bürgermeisterin seien während ihrer ersten Amtsperiode auch nur mit A 14 besoldet gewesen.

Der letzte Gemeinderatsbeschluss in Schlat im Jahr 2012 fiel knapp aus. Bei einer Enthaltung und vier Gegenstimmen stimmten fünf Gemeinderäte für eine Anpassung der Dienstbezüge der Bürgermeisterin zum 1. Januar 2013. Ihr Bruttogrundgehalt beträgt künftig rund 5700 Euro.