Umbau Hinter den Fassaden wird alles anders

Dieser Anblick bleibt erhalten, im Innern der Gebäude entsteht etwas völlig Neues.
Dieser Anblick bleibt erhalten, im Innern der Gebäude entsteht etwas völlig Neues. © Foto: Markus Brändli
Kirchheim / Andreas Volz 07.11.2018

Die schlechte Nachricht ist, dass die Kirchheimer „Linde“ abgerissen werden muss. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: Die Fassade soll erhalten bleiben, und dahinter entsteht eines Tages ein Neubau. Dieser soll besser an den Bedarf der vielen verschiedenen Nutzer des Mehrgenerationenhauses angepasst sein, als es das ehemalige Gasthaus jemals sein konnte.

Details zum Neubau, zu dessen Aussehen, zur räumlichen Ausgestaltung, zu Kosten und Zeitplan gibt es noch nicht. Nähere Aussagen sind erst möglich, wenn der Planungswettbewerb abgeschlossen ist. Dieser wird jetzt ausgeschrieben. Das Preisgericht soll im Juli 2019 tagen. Vor 2020 soll die Linde nicht abgerissen werden. Das dortige Mehrgenerationenhaus soll dann in das bisherige Gebäude der Teck-Realschule kommen, die 2020 auf den Rauner-Campus umziehen soll.

Zum Areal zählen mehrere weitere Gebäude: Im Norden der Linde ein kleineres Haus mit Backsteinfassade und anschließend das Gebäude, in dem der Bürger-Treff untergebracht ist. Im Süden folgt das Amtsgericht, das einzige Gebäude, das unter Denkmalschutz steht. Deshalb ist es auch aus der Planung ausgenommen. Der Kirchheimer Gestaltungsbeirat hat die Empfehlung ausgesprochen, außer der Fassade der Linde – zur Alleenstraße und zur Hofeinfahrt hin – auch die gelbe Backsteinfassade des Nebengebäudes zu erhalten. Beide Fassaden werden als stadtbildprägend gewürdigt. Anders verhält es sich beim Bürgertreff. In diesem Fall genüge es, mit einem kompletten Neubau die aktuelle Kubatur beizubehalten, sagt Gregor Bäumle vom Büro Bäumle-Architekten/Stadtplaner aus Darmstadt. Ziel sei es, „die Kleinteiligkeit als städtebauliches Prinzip vom Erscheinungsbild her beizubehalten“. Am Architekturwettbewerb werden 20 Büros teilnehmen, sagte Bäumle, der beratender Architekt für den Wettbewerb ist.

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