„Wie auf dem Schlachtfeld“ – so erlebten die beiden den Ort Insul im Landkreis Ahrweiler in Rheinland Pfalz. Die beiden DRK-Angehörigen des Ortsverbandes Unteres Filstal-Schlierbach waren am Wochenende zwei Tage lang im Einsatz im Katastrophengebiet. „Wir waren Teil des baden-württembergischen Kontingents, das am Samstag von der Landesfeuerwehr-Schule in Bruchsal aus in zwei Kolonnen startete.“ Ziel war zunächst der Nürburgring. „Dort war unser Bereitstellungsraum“ – also eine Art Sammelplatz für Einsatzkräfte. Am Abend wurden sie zur Betreuung von Betroffenen in einer Sporthalle abgestellt. „Wir schliefen dann in einer Pension in einem vom verheerenden Hochwasser nicht betroffenen Nachbarort.“ Dort wohnte auch eine Frau, die vor den Wassermassen geflohen war, aber nicht wusste, was mit ihrem Haus geschehen war. „Sie war völlig verstört und hat immer wieder dasselbe gefragt.“
Sonntags fuhren sie vom Nürburgring aus nach Insul. „Der Ort liegt zu beiden Seiten der Ahr und war nahezu vollkommen überflutet worden. Der Fluss war nicht mehr zu überqueren. Wir fuhren deshalb in einem großen Umweg auf die andere Seite und versorgten dort die Menschen.“