Kommentar Helge Thiele zur Kritik an Nicole Razavi Kommentar: „Politik mit zweierlei Maß“

Nicole Razavi ist seit 21 Jahre an der Spitze des CDU-Kreisverbands.
Nicole Razavi ist seit 21 Jahre an der Spitze des CDU-Kreisverbands. © Foto: Giacinto Carlucci
Göppingen / Helge Thiele 07.11.2018
Nach 21 Jahren an der Spitze des CDU-Kreisverbands ist Nicole Razavi nicht mehr unumstritten, meint Helge Thiele in seinem Kommentar.

Man sollte den Rückhalt von Nicole Razavi in der Kreis-CDU nicht unterschätzen. Vor allem im oberen Filstal hat sie viele Unterstützer, aber eben nicht nur dort. Und wenn ein innerparteilicher Kritiker ausgerechnet in einem anonymen Brief eine „offene“ Diskussion fordert, dann klingt das einigermaßen bizarr.

Trotzdem ist Razavi nach 21 Jahren an der Spitze des CDU-Kreisverbands nicht mehr unumstritten: Die an Kommunen wie Göppingen, Heiningen, Eschenbach und vielen Bürgern vorbei getroffene Entscheidung der CDU-Kreistagsfraktion für mehr Müllverbrennung wird auch Razavi angelastet.

Als Kreisrätin hat sie zusammen mit Fraktionschef Wolfgang Rapp aus Geislingen den Göppinger OB und Parteikollegen Guido Till mit dessen Vorschlägen für eine alternative Müllpolitik komplett ins Leere laufen lassen.

Das klare Votum des Göppinger Stadtparlaments interessierte Razavi nicht. Wenn es um Windkraft geht, ist offenbar alles anders. Da unterzeichnet Razavi einen Brief an Landrat Edgar Wolff  mit der Forderung, die im Nassachtal geplanten Windräder abzulehnen.

Die CDU-Kreisvorsitzende bezieht sich dabei auf das Nein aus Uhingen und Ebersbach und schreibt: „Dass der Landkreis gegen die klare Haltung der Gemeinderäte beider Städte entscheidet, halten wir für nicht denkbar.“ Finde den Fehler!

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