Nellingen Heimatmuseum und Albverein laden zum Nellinger Kartoffelfest ein

Nellingen / RALF HEISELE 28.09.2016
Das Nellinger Heimatmuseum und der Schwäbische Albverein laden am 2. Oktober zum Kartoffelfest ein. 152 Sorten der Knolle sind zu besichtigen.

Grombiera und Eibiera – die Schwaben haben mehrere Bezeichnungen für die Kartoffel. Doch Sorten gibt es weitaus mehr: 152 hat Helma Haible vom Nellinger Heimatmuseum zusammengetragen. Am Sonntag sind sie beim 6. Kartoffelfest im Museum zu besichtigen. Es gibt mehlige und festkochende, blaue, rote, weiße und mehrfarbige Exemplare. Helma Haible hat die meisten Knollen übers Internet bei Großhändlern bestellt. Darunter befinden sich Kartoffeln aus aller Herren Länder, manche von ihnen sind weit über 100 Jahre alt. Interessant sind auch die meist wohlklingenden Namen: White Lady aus Ungarn, Rote Hörner aus Chile oder Mr. Little Yetholm Gipsy aus Schottland. Einige Sorten sind eigens für das Fest angebaut worden. So versorgt der 14-jährige Martin Heisele aus Merklingen seit zwei Jahren die Museumsmacher mit verschiedenen, meist roten Kartoffelsorten.

Passend zum Herbst wird das Fest mit einer Sammlung von etwa 50 Äpfel- und Birnensorten ergänzt. Zudem können die Besucher auch die Jahresausstellung zum Thema „Vorratshaltung anno dazumal“ in Augenschein nehmen.

Wie schon im vergangenen Jahr laden die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins die Gäste zum Mittagessen in die Nellinger Festhalle ein. Dort werden herzhafte Gerichte rund um die Knolle serviert – von der Kartoffelsuppe über Kartoffelspalten bis hin zu Gulasch mit Fleisch und Kartoffeln. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen, darunter natürlich auch Kartoffelkuchen.

Damit es den Besuchern auf ihrem 300 Meter langen Weg vom Museum in die Festhalle nicht langweilig wird, wandern sie quasi auf dem „Weg der Kartoffel“. An vier Stationen erinnern alte landwirtschaftliche Geräte (vom Einschar-Pflug bis zum Kartoffelroder) an die Zeiten, als der Erdapfel noch mit Handarbeit gesteckt und geerntet wurde. Der stellvertretende Bürgermeister Werner Staudenmaier ist für die Stationen verantwortlich. Sie befinden sich in den Höfen landwirtschaftlicher Anwesen entlang der Freistraße.

Und nicht zuletzt ist am Sonntag auch das Albbähnle wieder mit von der Partie. Die Ulmer Eisenbahnfreunde verkehren viermal mit ihrem Zug auf der knapp sechs Kilometer langen Schmalspurstrecke zwischen Amstetten und Oppingen.  Vom Oppinger Bahnhof  aus kann man mit einem Oldtimer-Bus direkt ans Museum fahren, und auch wieder zurück.

Info Die Abfahrtszeiten des Dampfzugs sind in Amstetten um 10, 12.40, 14.30 und 16.10 Uhr und die Rückfahrten ab Oppingen um 11, 13.50, 15.25 und 17 Uhr.

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