Kreis Göppingen/Berlin Heike Baehrens spricht über ihre Arbeit

Heike Baehrens (Mitte) berichtete den Besuchern aus dem Kreis Göppingen über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete.
Heike Baehrens (Mitte) berichtete den Besuchern aus dem Kreis Göppingen über ihre Arbeit als Bundestagsabgeordnete. © Foto: Inge Czemmel
Kreis Göppingen/Berlin / INGE CZEMMEL 08.09.2015
Der Bundestag und ein Gespräch mit der Abgeordneten Heike Baehrens standen im Mittelpunkt einer Informationsfahrt nach Berlin.

Noch ganz unter dem Eindruck des Plenarsaalbesuches stehend wurden 20 Damen der Eislinger-Frauen-Aktion (efa) und 30 Feuerwehrführungskräfte aus dem Kreis Göppingen von Heike Baehrens (SPD) empfangen. Auf Wunsch der Gruppe plauderte die Bundestagsabgeordnete, deren Einladung der Berlinbesuch zu verdanken war, zunächst aus dem Nähkästchen ihres Arbeitsalltags. "Ich wurde von Sascha Binder angesprochen", verriet sie, warum sie sich nach einer Überlegungsphase mit 57 Jahren entschloss, ihr Leben noch einmal vollkommen auf den Kopf zu stellen.

Die frühere Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Württemberg hoffte vor allem im Bereich Gesundheit und Pflege Dinge anzustoßen und zu bewegen. Als Mitglied des Gesundheitsausschusses konnte sie auch schon erste Erfolge bei der Änderung des Pflegestärkungsgesetzes verbuchen. "Gute Vorschläge und richtige Argumente zu haben reicht nicht", erklärte Baehrens. Man müsse Mehrheiten gewinnen und das erfordere Fingerspitzengefühl. Sich seine Ideen und Vorschläge nicht auf die eigene Fahne zu schreiben, sondern um der Sache willen anderen das Gefühl zu vermitteln, sie selbst seien auf die Idee gekommen, seien ein probates Mittel, sagt sie.

Baehrens, die wie alle anderen Abgeordneten in den Sitzungswochen Präsenzpflicht hat, pendelt zwischen Berlin und ihrem Wahlkreis und unterhält zwei Büros. "Arbeitsintensiv und anstrengend", beschreibt sie ihren Arbeitsalltag und betont: "Hier liegt niemand auf der faulen Haut." Warum der Plenarsaal oft so spärlich besetzt erscheine, habe eine einfache Erklärung. "Häufig überschneiden sich Expertenanhörungen und Ausschussarbeit mit dem Plenum, aber Sie können sicher sein, dass die Fachpolitiker da sind."

Büroarbeiten, Expertenanhörungen, Kontaktpflege, Präsenzveranstaltungen, Einarbeitung in Themen - die Arbeit geht der Abgeordneten auch an den Wochenenden nie aus. "Man muss sich über viele Sachverhalte informieren, um über die vielen Themen und Inhalte entscheiden zu können", erklärte Baehrens und verriet, dass es im Bundestag harmonischer zugehe, als oft dargestellt. "Hier wird mit großer Ernsthaftigkeit nach den besten Lösungen gesucht und um die richtige Entscheidung gerungen."

Die Gruppenreise

Informationsfahrt: BPA-Informationsfahrten sind vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) im Namen der Abgeordneten organisierte Fahrten nach Berlin, die der politischen Information dienen und den Teilnehmern die deutsche Geschichte und die Abläufe des Bundestages näher bringen sollen. Jeder Bundestagsabgeordnete kann drei Mal im Jahr Gruppen bis zu 50 Personen aus seinem Wahlkreis einladen.

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