Seit 45 Jahren widmet sich Doktor Joachim Kozak der Medizin, der Eid des Hippokrates gilt für den Hausarzt in Kuchen noch immer als wichtigste Maxime seiner Arbeit. Fast schon mahnend prangt der Eid des Hippokrates eingerahmt in der Praxis über dem Schreibtisch. In diesen Tagen scheint der Eid eine noch größere Bedeutung zu erhalten. Das hängt mit Vorgaben im Gesundheitswesen zusammen, deren Mängel durch den Wegfall einer Arztpraxis in Kuchen offenbar wurden.

Kozak: Patienten nicht in der Luft hängen lassen

Deutlich kritisiert Joachim Kozak die Kassenärztliche Vereinigung (KV). Ein Sprecher hatte in der GEISLINGER ZEITUNG betont, dass die ärztliche Grundversorgung durch die Reduzierung um eine Arztpraxis in Kuchen nicht in Gefahr sei und hatte Alternativen vorgeschlagen. Unter anderem könnten sich Menschen aus Kuchen in Böhmenkirch behandeln lassen. „Wie kann man den in der Luft hängenden Patienten anraten, eben mal nach Böhmenkirch, Deggingen oder Donzdorf zu fahren, um sich dort weiterbetreuen zu lassen?“, fragt Joachim Kozak.

Ländlicher Raum muss gestärkt werden

Das ist nicht sein einziger Kritikpunkt. Auch geht er darauf ein, wieso es schwierig ist, junge Ärzte zu motivieren, eine Praxis – vor allem im ländlichen Raum – zu übernehmen. Zudem kritisiert er die verantwortlichen Gesundheitspolitiker, die das System unterstützen. Mehr dazu steht am Freitag in der GEISLINGER ZEITUNG und dem ePaper.

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