Hattenhofen Hattenhofer zeigen sich beim Straßenfest regenresisitent

Die Hattenhofer ließen sich durch den Regen die Feierlaune nicht verderben: Das Straßenfest wurde durchgezogen.
Die Hattenhofer ließen sich durch den Regen die Feierlaune nicht verderben: Das Straßenfest wurde durchgezogen. © Foto: Sabine Ackermann
Hattenhofen / SABINE ACKERMANN 14.07.2014
Selbst Blitz, Donner und Wolkenbruch schreckten gut Dreiviertel der Hattenhofener nicht ab, ihr traditionelles Straßenfest weiter zu feiern.

Am Tag, als der Regen kam. . . kuschelten sich hunderte von Besuchern ganz eng unter den "Sonnenschirmen" zusammen, spannten ihre mitgebrachten "Knirpse" auf oder suchten entlang der Hauptstraße Schutz unter den Türvordächern. "Das wars, mehr wird wohl nicht kommen", dachten sich Rathausmitarbeiterin Margit Kederer sowie zahlreiche Besucher, welche sich vom ersten Regenhuscher kurz nach dem Beginn des Straßenfestes nicht abhalten ließen, ihr Haus zu verlassen.

Strenggenommen zeigte sich das Organisatoren-Team schon bei der Wetterprognose für Samstag recht optimistisch. "Absagen, kam für uns nicht in Frage, blickt man auf die vergangenen Tage zurück, wurde es zum Glück nie so schlimm wie vorhergesagt. Außerdem steckt ja immer jede Menge Arbeit dahinter", sagt Bürgermeister Jochen Reutter.

Und die fängt ja bereits Stunden zuvor mit der Zubereitung des selbstgemachten Kartoffelsalats an. Einmal im Jahr, löschen aktuelle sowie ehemalige Gemeinderatsmitglieder, Rathaus- Schul- und Kindergartenmitarbeiter, freiwillige Helfer und natürlich der Schultes, ehrenamtlich den Durst der Bevölkerung.

Unter dem neuen Motto: "Feiern, leben, lachen", verging spätestens beim ersten Blitz und Donnerschlag so manchen der Humor. Kaum hatten die kleinen und großen Mädchen der HipHop-Gruppe des TSGV Hattenhofen ihr Können gezeigt, goss es wie aus Kübeln. Flugs wurden die Speisen sowohl an den Essensständen, als auch an den Biertischen in Sicherheit gebracht.

Nach etwa zwanzig Minuten war zwar der Platzregen, freilich nicht das Fest vorbei. "Ungefähr Dreiviertel der Besucher ließen sich den Spaß nicht nehmen und hielten ihrem Traditionsfest weiterhin die Treue, zumal auch noch der Musikverein seine Instrumente auspackte. Bei fetzigem Melodienreigen blieben die Letzten bis um Mitternacht", berichtet Margit Kederer, die sich mit allen Beteiligten freut, dass das Straßenfest doch noch einen guten Abschluss fand. So floss der Erlös zum Glück nicht sprichwörtlich den Bach hinunter, sondern wie die beiden Jahre zuvor, direkt in den Bau einer Kneippanlage am Sauerbrunnen.