Hattenhofen Hattenhofens Rücklagen nehmen ab

Hattenhofen / MARGIT HAAS 24.11.2014
Der Nachtragshaushalt bringt es an den Tag: die finanzielle Situation Hattenhofens hat sich im Laufe des Jahres leicht verschlechtert.

Der Überschuss, der sich aus dem laufenden Betrieb erwirtschaften lässt und der dann für Investitionen zur Verfügung stehen wird, wird in diesem Jahr nicht so hoch ausfallen, wie ihn Stefanie Mühleisen von der Verbandskämmerei ursprünglich für die Gemeinde Hattenhofen errechnet hatte. Nur 263 000 Euro werden es unterm Strich sein. Verglichen mit früheren Jahren ist dies wenig - im Rekordjahr 2007 lag diese Zuführungsrate bei 1,1 Millionen Euro, im vergangenen Jahr waren es immerhin noch fast 780 000 Euro.

Auch die Rücklagen der Gemeinde werden abnehmen. Anfang des Jahres war Mühleisen noch davon ausgegangen, dass sie nicht in den Sparstrumpf der Kommune greifen muss. Die Ursachen für die negative Entwicklung sind schnell ausgemacht: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sprudeln nicht mehr so wie geplant, ein Zuschuss des Landes für die Sanierung des historischen Rathauses floss nicht im erwarteten Umfang, ein Radweg nach Schlierbach wird teurer und insbesondere die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren kostet mehr Geld. Dass eine private Krippe, die erst Anfang des Jahres eröffnet worden war und deshalb nicht voll ausgelastet ist, mit Mehrausgaben von über 80 000 Euro zu Buche schlägt, wollte dem einen oder anderen Gemeinderat nicht einleuchten.

Bürgermeister Jochen Reutter verwies indes darauf, dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen durchaus vorhanden und die Krippe, die maximal zehn Kinder betreuen kann, zwischenzeitlich gut belegt sei. Und er erinnerte daran, dass Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz haben.

Hohe Investitionen

Wasserversorgung Die Ausgaben und Einnahmen für die Wasserver- und die Abwasserentsorgung werden nicht über den regulären Haushaltsplan der Gemeinde abgerechnet, sondern in Eigenbetrieben geführt. Für umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur, in den Bau von Wasserleitungen oder die Sanierung von Kanälen muss die Kommune in den kommenden Jahren viel Geld investieren - und deshalb neue Schulden machen. Für den Gebührenzahler wird sich dies unterm Strich unterschiedlich auswirken.