Verkehr Halteverbote sollen wildes Parken bremsen

Böhmenkirchs Gemeinderat auf Ortstermin: Auf der einen Seite Apotheke und Ärztehaus, gegenüber Blumenladen und ein Hörakustiker. Da sorgen parkende Kunden zuweilen für Engpässe in der Friedhofstraße.
Böhmenkirchs Gemeinderat auf Ortstermin: Auf der einen Seite Apotheke und Ärztehaus, gegenüber Blumenladen und ein Hörakustiker. Da sorgen parkende Kunden zuweilen für Engpässe in der Friedhofstraße. © Foto: Hehn
Böhmenkirch / Thomas Hehn 09.06.2018

Ärztehaus und Apotheker auf der einen Seite, Blumenladen und Hörakustiker auf der anderen. Das lockt nicht nur Kunden an, sondern sorgt in der Friedhofstraße von Böhmenkirch immer wieder für Verkehrsbehinderungen. Teilweise wird die Straße auf beiden Seiten so zugeparkt, dass vor allem Busse und Lkw nicht mehr durchkommen. Die Gemeinde will das wilde Parken jetzt in den Griff bekommen. Am Mittwoch hat der Gemeinderat bei einem Vor-Ort-Termin beschlossen, die östliche Straßenseite zwischen Einmündung Lederstraße bis rund 50 Meter vor dem Friedhof mit einem eingeschränkten Halteverbot zu belegen. Kurzzeitiges Be- und Entladen soll weiterhin möglich sein. Gleichzeitig wird auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein rund 50 Meter langer Parkstreifen angelegt, auf dem mit Rücksicht auf Grundstückseinfahrten rund zehn Parkplätze ausgewiesen werden.

Ab Gebäude 9 wechselt die Situation: Dann gilt das eingeschränkte Halteverbot auf der Westseite, während gegenüber bis zur Einmündung der Mackstraße wieder geparkt werden darf. Da die Bordsteine in der Friedhofstraße zum Teil abgesenkt und die Gehwege relativ breit sind, können sie in die Parkstreifen mit einbezogen werden. Für die Fußgänger hätte der Gehweg  dann immer noch eine Breite von mindestens 1,50 Metern.

Anlieger forderten, mit dem eingeschränkten Halteverbot in der Friedhofstraße gleichzeitig Tempo 30 auszuweisen. „Hier rasen die Autos mit bis zu 70 bis 80 Sachen durch“, beschwerte sich ein Anlieger. „Dann müssen wir uns das auch im Ulmer Weg und im Breiten Weg überlegen.“  In einem früheren Beschluss habe der Gemeinderat diese Haupterschließungsstraßen im Ort eigens von der Tempo-30-Regelung ausgenommen, gab Bürgermeister Matthias Nägele zu bedenken.

Gemeinderat  Michael Lang regte an, ob man das Halteverbot wenigstens bei Beerdigungen kurzzeitig aufheben könne. Die Verwaltung will jetzt mit der Verkehrsbehörde abklären, ob das möglich ist. Auch über die Halteverbote muss das Landratsamt entscheiden.

Info Ein eingeschränktes Halteverbot nach Zeichen 286 der Straßenverkehrsordnung (StVO) verbietet es, auf der Fahrbahn länger als drei Minuten zu halten. Ausgenommen sind  das Ein- oder Aussteigen bzw.  Be- oder Entladen. Bei Verstößen droht ein Bußgeld zwischen 10 und 15 Euro.

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