Jetzt dürfen sie wieder Masken tragen bis Aschermittwoch, wie es ab Dreikönig bei der Schwäbisch-Alemannischen Fastnacht der Brauch ist. "Dia wellet so bleed sei wia mir", sagt Susanne Sorg alias Hexe S bei der Narrentaufe von fünf Neuen, die mit Konfetti überschüttet wurden beim Rutschen in den Taufbottich. Das Konfetti begleite sie das ganze Jahr über, es sei zu finden im Bett und in allen Ritzen, so Marco Schmid, der Vorsitzende des Brauchtumsvereins Wäschenbeuren, der durch das Programm des Häsabstaubens führte und die zahlreichen Besucher zu verschiedenen Urlauten wie HOH, Miau, Weiber oder Hexa animierte. Die drei Brauchtumsgruppen Flecka-Hexa, Krettabach-Katza und Beuremer Wäsch-Weiber mit ihren bunten Kostümen wurden musikalisch tatkräftig unterstützt durch die Donzdorfer Guggenmusiker "Noda Biagr".

Das Narrenbaumstellen und der Flug dreier Hexen durch die Lüfte über dem Publikum wurde von demselben von lautem Rufen begleitet und der Tanz der Wäschenbeurener Gardezwerge, dem Nachwuchs, wurde begeistert beklatscht. Auch zwei Jungs waren in der Tanzgruppe, der eine davon "wegen der Mädchen", der andere, "weil es Spaß macht".

Es wurde jedoch nicht nur die diesjährige Fasnetssaison mit dem schon traditionellen Häsabstauben eröffnet, es konnte auch in diesem Jahr wieder eine Spendenübergabe stattfinden, weil der Brauchtumsverein, der inzwischen über 100 Mitglieder zählt, auf Gastgeschenke an befreundete Häsgruppen verzichtet hatte. Die Stiftung "Haus Lindenhof", die im Ort in der Gartenstraße eine Außenstelle hat, bekam einen Zuschuss zum Kauf von Orff`schen Instrumenten für die Bewohner der Wohngruppe.