„Baden-Württemberg ist in der zahnmedizinischen Versorgung gut aufgestellt. Es gibt keine unterversorgten Landkreise. Doch es bestehen auch in Baden-Württemberg künftig Herausforderungen im Rahmen der Sicherstellung“, so die Vorstände der KZV Baden-Württemberg Dr. Ute Maier,  Christian Finster und Christoph Besters bei der Vorstellung des Versorgungsberichts 2019.

Mehr als 5000 Praxen im Land

Insgesamt versorgen demnach 8027 Vertragszahnärzte in 5185 Praxen die gesetzlich Versicherten im Land. Landesweit hat sich laut Bericht das Betreuungsverhältnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert: Kamen 2018 noch 1380 Menschen auf eine Vertragszahnarzt, sind es aktuell 1374 zu eins.

Die wohnortnahe Versorgung sei in allen Teilen des Landes gesichert. Kein Stadt- und Landkreis ist unterversorgt, wobei es dennoch große regionale Unterschiede gibt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Der Landkreis Göppingen weist laut KZV aktuell einen Versorgungsgrad von 101,1 Prozent auf. Insgesamt versorgen 172 Zahnärzte die Versicherten im Landkreis. Das bedeutet ein Betreuungsverhältnis von 1492 zu eins.

Strukturwandel bringt auch neue Herausforderungen mit sich

Die vertragszahnärztliche Versorgung in Baden-Württemberg sei zwar flächendeckend gesichert, dennoch bringe der Strukturwandel neue Herausforderungen mit sich. Der Versorgungsbericht beschreibe die unterschiedlichen Entwicklungen, nicht zuletzt bei den Praxisstrukturen mit einem spürbaren Trend hin zu größeren Einheiten anstelle der Einzelpraxis, heißt es im Bericht. Eine Entwicklung, die das vertragszahnärztliche Berufsfeld nachhaltig verändert, ist außerdem die wachsende Zahl an Angestelltenverhältnissen, stellt die KZV fest. Bereits jetzt arbeiteten in Baden-Württemberg knapp 25 Prozent aller an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Zahnärzte in Anstellung, beinahe zwei Drittel davon seien weiblich.

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