Beurteilung  Gute Noten für Heininger Feuerwehr

Heiningen / Jürgen Schäfer 13.10.2018

Ein Experte hat die Schlagkraft der Heininger Feuerwehr überprüft. Sie habe sehr gute Einsatzzeiten, sagte Rettungsingenieur Sven Volk im Gemeinderat.  Zu 95 Prozent sei die erste Löschgruppe unter zehn Minuten am Einsatzort. Die Tagbereitschaft, die überall ein Problem ist, weil viele Feuerwehrleute auswärts arbeiten, schaffe man momentan noch. „Super“ wäre aber eine Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren Eschenbach oder Göppingen. Die gibt’s schon an der Markungsgrenze am Lotenberg: Wenn dort was ist, werden Heiningen und Eschenbach alarmiert.

Zusammenarbeit – mehr auch nicht. Nichts hält Sven Volk von einer Fusion der Wehren von Heiningen und Eschenbach. Gemeinderat Oliver Gräßle (CDU) sähe darin „gewaltige Ressourcen.“ Bürgermeister Norbert Aufrecht weiß, dass am Stammtisch kritisch gefragt werde: Brauche man soviel Feuerwehr? Dazu Volk: „Man braucht einen Grundschutz, die erste Einheit im Brandfall kommt aus dem Ort.“ In ganz Baden-Württemberg gebe es nur eine einzige Verbands-Feuerwehr, und zwar in einem 500-Seelen-Ort. „Bei einer 5000-Einwohner-Kommune kann ich mir nicht vorstellen, dass das funktioniert.“

Die Heininger Feuerwehr hat zwei Löschfahrzeuge, von denen eines nach 36 Jahren ersetzt werden muss. Sie hat auch noch ein altes, das nie ausgemustert wurde. Eine Drehleiter brauche Heiningen nicht, weil die aus Göppingen schnell genug eintrifft, sagt Volk. Aber ein Gerätewagen Transport sei gut. Damit sei man schnell vor Ort mit der ersten Truppe. Die Bad Boller haben das schon. Der Heininger Gemeinderat soll in Ruhe drüber nachdenken. Ein gebrauchter geht auch, sagt Volk.

Ein weiteres Thema: das Feuerwehrhaus. Es habe ein gewisses Alter, stehe aber gut da. Man müsse nicht baulich etwas tun, aber es gebe anderes. Matthias Kreuzinger (CDU) will, dass man das im Auge behält. Dieter Nemec (SPD) ist begeistert, wie schnell die Heininger Feuerwehr vor Ort ist. „Im einstelligen Minuten-Bereich.“

In sieben Jahren hatte die Wehr 139 Einsätze, davon drei als Überlandhilfe. Mehr als die Hälfte waren technische Hilfeleistungen bei Unfällen, knapp jeder fünfte war ein Brandeinsatz.

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