Adelberg Gutachten zur Drückjagd liegt vor

DH 19.02.2013
Die Göppinger Polizei hat jetzt das Gutachten vom Landeskriminalamt zur Adelberger Drückjagd am 15. November 2012 erhalten. Dabei war das Auto einer Frau von einem Projektil getroffen worden, das die Scheibe durchschlug.

Die Frau, die auf der nicht abgesperrten Straße in Richtung Oberberken unterwegs war, erlitt einen Schock. Eine Gruppe Jäger war kurzfristig zur Jagd im Revier von Kreisjägermeister Kurt Mürdter zusammengekommen, dieser war auch Jagdleiter. Recht bald hatte die Göppinger Polizei eine Waffe im Verdacht, aus ihr sollte der Querschläger mutmaßlich abgefeuert worden sein. Um sicher zu gehen, wurde das Gewehr ans Landeskriminalamt nach Stuttgart geschickt. Dessen Experten haben das fertige Gutachten nun nach Göppingen geschickt - doch wer genau geschossen hat, darauf will sich die Polizei weiterhin nicht festlegen. "Es sind noch Ermittlungen zu tätigen", sagte am Montag Polizeisprecher Rudi Bauer. Offenbar muss die fragliche Waffe noch einwandfrei einem bestimmten Jäger zugeordnet werden.

Kurzfristig waren die zehn Waidmänner am 15. November zu dem Maisfeld am Adelberger Ortsrand gekommen, nachdem dort Wildschweine gesichtet worden waren. Wie das Auto getroffen werden, war Mürdter am Tag nach dem Vorfall nicht klar, die Wildschweine seien 100 Meter weit entfernt in der anderen Richtung gewesen, als geschossen wurde.