Gussenstadt Gussenstadter Ortschaftsrat sorgt sich um Maimarkt

THOMAS HEHN 04.08.2016

Für Ortschaftsrätin Marion Ruoff ist der Gussenstadter Maimarkt nicht mehr das, was er früher einmal war. Der  Nationalfeiertag drohe einzuschlafen, beklagte sie in der jüngsten Sitzung des Ortsparlaments. Ruoff regte an, für die früher einmal so beliebte Einkaufsmeile in der Marktstraße mehr die Werbetrommel zu rühren. Der Musikverein, in dem die junge Mutter als Jugendleiterin wirkt, könnte nach Ruoffs Vorstellungen beim Maimarkt 2017 aufspielen und Besucher anlocken. Andere Gussenstadter Vereine könnten ebenfalls das Markttreiben beleben. Hans-Peter Kolb griff den Gedanken auf und will als engagierter DRKler am Maimarkt 2017 die vereinseigene Feldküche wieder anheizen und zum traditionellen Marktessen einladen. Heuer habe dies leider nicht geklappt, weil kein geeigneter Koch greifbar war. Marlis Ilg vermisste diesmal vor allem einen Spielwarenhändler. Mancher Opa hätte für ein Bulldöggle oder einen Ball  gerne den Geldbeutel gezückt, meinte sie. Ortsvorsteher Werner Häcker, gleichzeitig Marktmeister, ließ das Gremium in die Seele der Markthändler blicken: Mal sagten sie zu, mal heiße es „Weiß noch nicht“. Auch ihn stört, dass es drei Stände mit Ledergürtel gab, Kinderwünsche aber nicht erfüllt werden konnten. Häcker schätzt, dass der Markt in den vergangenen Jahren gut ein Drittel an Händlern verloren hat.