Bei der Grundsteinlegung im Dezember vergangenen Jahres war Vereinsvorsitzender Anton Weber vor Ort in Batonou, einem Dorf an der Grenze zu Benin. Nun sind die Menschen dort eifrig dabei, das Fundament für die neue Schule auszuheben. Das ganze Dorf legt Hand an. Stolz präsentiert der Waldstetter Handyaufnahmen, die ihn regelmäßig aus Togo erreichen und zeigen, wie die Menschen buddeln und graben.

„Von der gespendeten Summe sind fünf Prozent an Arbeitsleistung aufzubringen“, erklärt Weber. So lautet die Vereinbarung. Dass das funktioniert, wird vor Ort kontrolliert. „Ein ehemaliger deutscher Entwicklungshelfer und ein Einheimischer sind unsere Verantwortlichen, mit denen wir im regen Austausch stehen und die uns berichten“, macht Weber deutlich. Zweimal im Jahr fliegt zudem eine Vereinsdelegation auf eigene Kosten nach Togo. Diese Reisen dienen zur Planung möglicher Projekte und zur Besichtigung und Kontrolle von laufenden Projekten. „Geld gibt es immer nur nach Leistung“, fügt der rührige Waldstetter hinzu. Er selbst war inzwischen schon 34 Mal in dem westafrikanischen Staat.

Für März ist bereits die nächste Reise geplant. Der Schulhausbau ist notwendig geworden, weil das vorherige Gebäude eingestürzt ist. Nun wird fleißig gebaut, damit die über 400 Schülerinnen und Schüler wieder eine Unterrichtsmöglichkeit erhalten. Der Verein „Hilfe für Togo“ fordert bei der Schüleraufnahme eine Mädchenquote von 60 Prozent. „Die Mädchen sind die fleißigeren und besseren Schüler“, begründet Anton König diese Bedingung.

Im Sommer vergangenen Jahres haben sich die Vereine „Hilfe für Togo Waldstetten“ und „Togo­hilfe Donzdorf“ zusammengetan und unterstützen nun als „Hilfe für Togo Waldstetten-Donzdorf“ Hilfsprojekte in dem westafrikanischen Land. Bernardin Schellenberger, Gründer der Donzdorfer Togohilfe, und deren Vorsitzender Anton König sind auch bei „Hilfe für Togo“ weiterhin im Vereinsvorstand aktiv. „Projekte, die der Allgemeinheit zu Gute kommen, sind uns wichtig“, machen König und Weber deutlich. Dabei erzählt Weber von der langjährigen Zusammenarbeit und dem Ausbildungszentrum, das bis heute 842 junge Menschen zu Schreinern, Maurern, Klempnern, Elektrikern oder Automechanikern ausgebildet hat. „Davon haben sogar 120 mit einer Anschubfinanzierung ein Unternehmen gegründet“, so der Vorsitzende.

Info Das Benezfizkonzert für den Schulbau findet am 31. März in der Stadthalle in Donzdorf statt. Auf dem Programm stehen die Bands „More Fun“ und „Olimpia and the diners“ sowie der Männerchor „Stimmbänd“.

Aus zwei Vereinen wurde einer


Togohilfe Die Togohilfe Donzdorf und Waldstetten sind im vergangenen Jahr zu einem Verein verschmolzen. Donzdorf bestand 30 Jahre seit 1988, ist eingetragener Verein seit 1992 und wurde ins Leben gerufen von Seelsorger Bernardin Schellenberger. Die Togo­hilfe hatte zuletzt rund 30 Mitglieder und 200 feste Spender. Wald­stetten ist seit 25 Jahren aktiv, hatte bis zur Fusion etwa 145 Mitglieder sowie rund 1800 Freunde und Gönner.