Von Dezember an müssen Gingens Bürger ihr Grüngut in Süßen entsorgen. Als Alternative gibt es auch den Sammelplatz in Kuchen. Für die Mitbenutzung des Platzes in Süßen, zahlt Gingen jährlich 2667 Euro an den Nachbarn. Sowohl Gingens Räte als auch die Gemeindeverwaltung geben nur ungern den Sammelplatz am Grünenberg auf. Die hohen Auflagen seitens Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) und das bereits 2017 beschlossene Grüngutkonzept vom Ausschuss Umwelt und Verkehr im Landkreis Göppingen machen die Schließung erforderlich.

Für den Grünenberg wäre zum Beispiel eine Entwässerung, eine Toilettenanlage und eine bessere Überwachungsmöglichkeit notwendig geworden. Gingen hat daraufhin auch innerörtlich nach einer Lösung, zum Beispiel beim derzeitigen Wertstoffhof, gesucht. Dieser Standort wurde aus mehreren Gründen vom Gemeinderat bei einer Sitzung im Mai diesen Jahres zerschlagen und dafür Süßen favorisiert.

Gleichzeitig wurden aber Bedenken angemeldet, dass beim Anliefern in Süßen der Gingener Platz mit sehr starken Wartezeiten zu rechnen hätte. Der AWB hat die Sorge aus Gingen zur Kenntnis genommen und rea­giert. Ab 2019 wird der Sammelplatz in Süßen einen weiteren Öffnungstag erhalten: Dienstag. Bisher war der Platz in Süßen montags, mittwochs, freitags (jeweils mittags) und Samstag (ganztägig) geöffnet. Der AWB ging anfangs von knapp 400 Anlieferungen pro Öffnungstag aus. Mit dem zusätzlichen Tag hofft der AWB die Wartezeit zu verkürzen. Benötigt die Stadt Süßen den Platz aufgrund kommunaler Planungen für andere Zwecke, kann die Überlassung frühestens zum 31. Dezember 2032, mit einer Frist von zwei Jahren, gekündigt werden.

Zeitgleich mit der Schließung des Kompostsammelplatzes Grünenberg endet die Vereinbarung zwischen Gingen und Bad Überkingen. Bürger aus der Badgemeinde und den angeschlossenen Ortsteilen müssen ihr Schnittgut ab 1. Dezember zu anderen Sammelplätzen im Kreis bringen.