Strom Grünes Licht für Windpark Drackenstein

Drackenstein / Thomas Hehn 10.04.2018

Das Landratsamt hat am Donnerstag die immissionsschutzrechtliche Genehmigung für den Windpark Drackenstein erteilt. Damit sei die rechtliche Voraussetzung für den Bau von fünf Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 3,3 Megawatt und einer Gesamthöhe von 229,5 Metern im künftigen Vorranggebiet „GP-26 Harlachen“ auf Gemarkung Drackenstein geschaffen, teilte das Landratsamt gestern mit. Die fünf Anlagen sollen pro Jahr etwa 43 500 000 Kilowattstunden elektrische Energie produzieren. Damit können rund 12 500 Privathaushalte mit klimafreundlich erzeugtem Strom versorgt werden.

Ursprünglich war Planer Dr. Gerald Acker-Widmaier von der Firma Megawatt mit neun Anlagen ins Verfahren gegangen. Betreiber der nun genehmigten fünf Windräder sind das Geislinger Albwerk und die Green-
peace-Tochter Planet Energy. Acker-Widmaier zufolge sollen sich an dem Windkraft-Projekt auch Bürger beteiligen können.

Der Baubeginn ist noch offen. „Wir müssen jetzt erst noch den Zuschlag im Ausschreibungsverfahren bekommen, schränkt der Planer ein. Seit 2017 gibt es keine gesetzlich garantierte Vergütung für Windstrom mehr. Statt dessen müssen potenzielle Windkraft-Betreiber an Ausschreibungsrunden teilnehmen. Zum Zug kommen die Betreiber, die ihren Strom am günstigsten anbieten. Grundlage bildet eine festgesetzte Energiemenge für  insgesamt vier Ausschreibungsrunden im Jahr. Acker-Widmaier hofft, noch an der Ausschreibung Anfang Mai teilnehmen zu können. „Aber das wird eng“, räumt der Planer ein. 2019 sollen die fünf Windkraftanlagen in Betrieb gehen. Dann würden sich rund um Drackenstein, Wiesensteig und Westerheim 18 Windräder drehen.