Gemeinderat Grünes Licht für Neubaugebiet Dorfwiesen

Der Gemeinderat hat einstimmig den Weg für die Erschließung des Gebiets Dorfwiesen freigemacht. Ob auch eine Erdgasleitung kommt, ist noch nicht sicher.
Der Gemeinderat hat einstimmig den Weg für die Erschließung des Gebiets Dorfwiesen freigemacht. Ob auch eine Erdgasleitung kommt, ist noch nicht sicher. © Foto: Staufenpress
Schlierbach / Volkmar Schreier 07.11.2018

Der Schlierbacher Gemeinderat hat den Weg für die Erschließung des Neubaugebiets Dorfwiesen freigemacht. Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Die Baulandumlegung ist erfolgt, die Planung für das Baugebiet im Süden Schlierbachs steht: Nun kann die Gemeinde die Erschließung in Angriff nehmen. Der Gemeinderatsbeschluss zur Ausschreibung der erforderlichen Erschließungsarbeiten fiel einstimmig. Zuvor hatten die Ingenieure Bernd Neumann und Günter Baumann vom Ingenieurbüro Geoteck nochmals die Planungen erläutert. Erschlossen wird das Neubaugebiet über den Ahornweg, der einfach verlängert wird. Die Ingenieure haben auch schon einen Schritt weitergedacht: Alle erforderlichen Leitungen sind so ausgelegt, dass das Baugebiet in der Zukunft auch in Richtung Süden hin erweitert werden könnte.

„Geplant ist, dass wir die Ausschreibung noch in diesem Jahr herausgeben, damit wir im Frühjahr mit der Erschließung beginnen können“, stellte Bernd Neumann den Zeitplan vor. Die Ingenieure rechnen mit einer Bauzeit von sieben bis acht Monaten, somit könnte bereits im Herbst kommenden Jahres mit dem Bau der ersten Gebäude begonnen werden. Hergestellt werden die Erschließungsstraßen im Baugebiet mitsamt allen notwendigen Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen, also Wasserleitungen, Abwasserkanälen und Stromanschluss. Die Gemeinde wird auch direkt ein Leerrohr in der Straße verlegen lassen, um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein.

Positiv für die zukünftigen Bauherren: Im Zuge der Erschließung verlegt die Telekom direkt eine Glasfaserleitung für schnelles Internet. Ob Unitymedia mit einem Breitbandkabel noch auf den Zug aufspringt, ist derzeit allerdings noch unklar. Ebenfalls noch nicht sicher ist, ob die EVF auch eine Gasleitung in den Straßen verlegen wird. „Das kommt ganz darauf an, ob und wie viele der zukünftigen Bauherren sich frühzeitig dafür entscheiden, eine Gasheizung einbauen zu lassen“, so Schlierbachs Bürgermeister Sascha Krötz. Nur  auf „gut Glück“ werde eine Gasleitung sicher nicht verlegt. Deshalb auch sein Appell an die Bauherren: „Machen Sie sich bitte frühzeitig Gedanken darüber, ob Sie einen Gasanschluss im Haus haben wollen.“

Sobald die Ausschreibung erfolgt ist, wird auch genau kalkuliert werden können, wie teuer die gemeindeeigenen Bauplätze am Ende sein werden. Immerhin elf Bauplätze wird Schlierbach wohl ab dem Frühsommer anbieten können. Als Spekulationsobjekt taugen diese Bauplätze aber nicht: „Alle Bauplätze sind mit einem Baugebot belegt“, so Bürgermeister Krötz. Es muss also schnell gebaut werden.

Naturschützer kritisieren Flächenverbrauch

Kritik Der Landesnaturschutzverband lehnte den Bebauungsplan im Mai ab wegen des Flächenverbrauchs: „Die geplanten 16 Bauplätze auf Grundstücken mit durchschnittlich 460 Quadratmetern kommen einer Verschwendung von etwa einem Hektar wertvoller, unbebauter Fläche als Bauland für einige Wenige gleich,“ hieß es zur Begründung.

Reaktion Die Verwaltung sieht das anders: Eine dichtere Bebauung sei am Ortsrand nicht erwünscht, sondern eher im Ortskern. Der damals noch amtierende Bürgermeister Paul Schmid hatte im August argumentiert, die von der Region verlangte Dichte von 55 Einwohnern pro Hektar werde durchaus erreicht. Auch der Bau von Doppelhäusern sei möglich.

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