Musikcomedy Großer Zirkus: Gogol und Mäx in Eislingen

Gogol und Mäx boten in der Stadthalle Eislingen weltweit verständliche Unterhaltungskost mit viel Akrobatik, Slapstick sowie Musik auf ganz unterschiedlichen Instrumenten. Am Ende gab es Standing Ovations des Publikums. 
Gogol und Mäx boten in der Stadthalle Eislingen weltweit verständliche Unterhaltungskost mit viel Akrobatik, Slapstick sowie Musik auf ganz unterschiedlichen Instrumenten. Am Ende gab es Standing Ovations des Publikums.  © Foto: Axel Raisch
Eislingen / Axel Raisch 18.05.2018

Mit ihrem Concerto Humoroso bieten Gogol und Mäx weltweit verständliche Unterhaltungskost mit viel Musik, Akrobatik und einer virtuosen Kombination aus beidem. Statt vieler Worte zu verlieren, spielen, wirbeln und klamauken sie mit ihren Instrumenten und komischen Talenten über die Bühne. Immer wieder schweifen sie bei ihrer Musik schelmisch ab, finden den fließenden Übergang von der Klassik zu Volksweisen und Kinderliedern und freuen sich diebisch, wenn dies nach einigen Tönen auch im Publikum ankommt.Selbst die Art, Instrumente zu spielen, ist alles andere als alltäglich und sorgt ein ums andere Mal für Staunen. So auch in der Stadthalle Eislingen, wo die beiden Musikkomödianten am Mittwochabend in der städtischen Mittwochsreihe TKK auftraten.

Auch Waghalsiges dabei

Es ist großer Zirkus, den die beiden Preisträger des Landeskleinstkunstpreises bieten. Auch waghalsige Elemente fehlen nicht. Doch selbst ein atemberaubender Balanceakt auf einer Stange zwischen Tuba und Klavier von Christoph Schelb alias Gogol im rosa Tüll und das Klavierspiel von einem kopfüber auf dem Piano liegenden Max-Albert Müller alias Mäx wirken federleicht und sind stets mit spaßigen Einlagen garniert.

Für jede Lebenslage finden sie den richtigen Ton und die entsprechende nach großen Kompositionen klingende Beschreibung: Fliegt die Klarinette im Zwist der beiden in die Blumenvase, gibt es eben „Clarinetta in Aqua“.

Jeder der beiden Künstler wäre schon eine kleine Band für sich. Wie selbstverständlich greift Mäx zum Beispiel in die Tasten des Klaviers und bläst gleichzeitig das Alphorn. Gekonnt wird auf der Bühne mit der Nase ein Blasinstrument zum Erklingen gebracht und ein Luftballon durch diverse Blechblasinstrumente hindurch aufgeblasen.

Nebenbei wird das Publikum zu den richtigen Einsätzen der „Ohhhhs“ und „Ahhhhs“ abgerichtet. Zahlreiche Slapstick-Einlagen, von durchbrechenden Stühlen und einem auf seiner Kante stehenden Klavier über einen Flamenco tanzenden Mäx bis hin zur blitzschnellen Verwandlung in einen trötenden Elefanten, erfolgen nahtlos und aus einem Guss. Und das alles geschieht im schönen Interieur eines klassischen Musikzimmers mit Porträts großer Komponisten an den Wänden.

Standing Ovations des Publikums in der Eislinger Stadthalle am Ende der Vorstellung waren der Lohn für zwei Stunden bester Unterhaltung.

Zwei Badener räumen Preise ab

Gogol und Mäx Sie nennen sich Konzertakrobaten und bringen mit ihren clownesken Slapstick-Nummern europaweit ihr Publikum zum Lachen: Christoph Schelb alias Gogol und Max-Albert Müller alias Mäx. Dafür hat das Duo aus dem südbadischen Staufen allerlei Festivaleinladungen erhalten und Auszeichnungen eingeheimst, darunter die Kleinkunstpreise der Städte Bochum und Koblenz sowie des Landes Baden-Württemberg und den Grand Prix beim European Festival of Humour and Satire im slowakischen Kremnické Gagy.

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