Die Anzahl der ans Landesgesundheitsamt (LGA) übermittelten Influenza-Erkrankungen in Baden-Württemberg nimmt seit November zu. Die Behörde zählte laut einer Mitteilung von Oktober, dem Start der Grippesaison, bis Mitte Dezember 235 Erkrankungsfälle. Betroffen sind fast alle Stadt- und Landkreise sowie alle Altersgruppen. 86 Patienten wurden stationär behandelt, eine Person starb. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte es 190 Influenza-Fälle gegeben.

Im Kreis Göppingen bisher ein Grippe-Fall aktenkundig

Im Kreis Göppingen ist die Lage allerdings noch entspannt, dort wurde bislang erst ein Fall aktenkundig –  einer weniger als im genannten Vorjahreszeitraum. Im Alb-Donau-Kreis war es ebenfalls eine erfasste Influenza-Erkrankung (0). Aus dem Kreis Heidenheim gingen vier Meldungen beim LGA ein (0), im Ostalbkreis haben sich seither fünf Menschen mit einem Grippe-Virus infiziert (1).

Einen weiteren Anstieg der Influenza-Erkrankungen erwartet das Landesgesundheitsamt  nach dem Jahreswechsel. Üblicherweise hat die Grippewelle  ihren Höhepunkt im Februar/März. Besonders gefährdet für einen schweren Krankheitsverlauf sind laut LGA ältere Menschen, Menschen mit chronischen Grunderkrankungen sowie Schwangere. Bei typischen Symptomen einer Influenza-Erkrankung sollte man deshalb einen Arzt aufsuchen.

Grippe-Impfung jetzt noch sinnvoll

Weil die Grippewelle noch nicht in vollem Gange ist, empfiehlt das Landesgesundheitsamt noch nicht geimpften Personen, eine Impfung gegen die saisonale Influenza nachzuholen. Danach benötige der Körper etwa zehn bis 14 Tage, bis er gezielt Abwehrkräfte mobilisiert und Antikörper gebildet habe. „Derzeit zirkulieren überwiegend drei unterschiedliche Influenza-Erreger, die über den aktuell verfügbaren Vierfach-Impfstoff abgedeckt sind“, erklärt Dr. Karlin Stark, Leiterin der Behörde. Die Impfung sei eine Schutzmaßnahme, die sowohl die Erkrankungs- als auch die Sterblichkeitsrate in allen Altersgruppen reduziere.

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Göppingen

Grippeschutzimpfungen sind laut Stark ab dem vollendeten fünften Lebensmonat sinnvoll. Vorbeugend impfen sollten sich auch diejenigen, die beruflich und privat mit vielen anderen Menschen in Berührung kommen. Die Kosten für die Impfung werden im Land für alle Altersgruppen von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.