Fasnet Gosbachs Narrenbaum zeigt, wer regiert

Mit Schwalben stellten Mitglieder der Gosbacher Breithutgilde den Narrenbaum an.
Mit Schwalben stellten Mitglieder der Gosbacher Breithutgilde den Narrenbaum an. © Foto: Peter Hadrysiewicz
Gosbach / Peter Hadrysiewicz 09.01.2018
Mit dem Aufstellen des Narrenbaumes hat für die Narrenzunft  an Dreikönig die närrische Saison begonnen.

Bevor kräftige Mitglieder der Gilde ihren Narrenbaum aufstellen konnten, war im Gildeheim die Häskontrolle angesagt. Danach zogen die Narren mit Fackeln und dem geschmückten Narrenbaum zur Gosbacher Ortsmitte, wo sie von Gildemeister Philipp Maier und Stellvertreter Kai Semilia mit dem Narrenruf „Breit – Hut! Breit – Hut!“ empfangen wurden. Mit von der Partie waren auch der Narrensamen, der Gildenachwuchs zwischen ein und zehn Jahren, denen der Spaß an der abendlichen Aktion anzusehen war. Gildemeister Philipp Maier begrüßte den Bad Ditzenbacher Bürgermeister Herbert Juhn,  Gemeinderätin  Eva Schober sowie die Leimbergweible und alle Anwesenden zu diesem besonderen Ereignis am Dreikönigstag. Die Anwesenden stimmten sich auf das Aufstellen mit Narrenbier der Gosbacher Faschingsgesellschaft ein, gebraut von der Geislinger Kaiser Brauerei. Dann war es aber vorbei mit der guten Laune – zumindest bei Bürgermeister Herbert Juhn: Denn er musste abdanken. Nur widerwillig gab er seinen Rathausschlüssel und somit die Verantwortung ab, schließlich übernehmen die Hästräger nun das Kommando. Damit möglichst viele Menschen die Fasnet genießen können, gelten  bis zum Aschermittwoch am 14. Februar neue Gesetze. Diese elf Narrengesetze las Kai Semilia vor. Zum Beispiel die Nacht wird zum Tag erklärt und die tägliche Arbeitszeit auf vier Stunden festgelegt. Dennoch freute sich der abgesetzte Bürgermeister über die anstehenden närrischen Tage. Er feuerte die Narren an, Gas zu geben, da die diesjährige Narrenzeit sehr kurz ist.

Mit der Schwalbe – mit einem Seil verbundene Holzstangen und viel Muskelkraft –  stemmten kräftige Gildemitglieder den Narrenbaum mit dem Breithutmännle in die Höhe und verankerten diesen in die vorgesehene Halterung. Wie auch in den Vorjahren meldete die Breithutgilde ihren Narrenbaum für die Prämierung durch den Narren-Verband der Alb-Donau-Region an. „Zwar haben wir noch nie gewonnen“, gestand Philip Maier auf GZ-Nachfrage, doch das störe die Narren nicht.

Info Die Breithutgilde aus Gosbach richtet am Samstag, 20. Januar, ihren  fast schon legendären Nachtumzug aus, an dem zahlreiche Zünfte und Hästräger ab 18 Uhr in der Dunkelheit herumalbern. Der 48. Umzug der Faschingsgesellschaft Gosbach startet am Sonntag, 11. Februar, um 14 Uhr.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel